Die Digitalisierungsstrategie der Landeshauptstadt München wird fortgeschrieben und in diesem Zuge inhaltlich angepasst, ergänzt und nachgeschärft. Das hat die Vollversammlung des Stadtrats in der gestrigen Sitzung beschlossen. Die Fortschreibung ist bereits die fünfte, denn die Digitalisierung in der Stadt – und mit ihr die Anforderungen an die Digitalisierungsstrategie – hat sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt. Aus Leuchtturmprojekten sind etablierte digitale Services geworden, die wertvolle Unterstützung der täglichen Arbeit bieten. Digitale Prozesse im Finanz- oder Personalbereich sowie auch die E-Akte sind digitale Arbeitsmittel, die nicht mehr wegzudenken sind. Und doch ist noch viel zu tun, bis die digitale Transformation umfassend und Ende-zu-Ende umgesetzt ist. Dabei spielen die Voraussetzungen eine wichtige Rolle. So ist es in Anbetracht der aktuellen Haushaltslage insbesondere erforderlich, die ökonomische Nachhaltigkeit der Digitalisierung noch deutlicher in den Vordergrund zu stellen. Auch wird der Personalmangel in vielen Bereichen der Stadtverwaltung zu einer immer gravierenderen Herausforderung. Der demographische Wandel verschärft diese Situation, Nachwuchskräfte können nicht mehr im selben Umfang wie noch vor einigen Jahren gewonnen werden. Die Stadt braucht auch deshalb digitale Prozesse und Lösungen, um ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten und als Arbeitgeberin attraktiv zu bleiben. Mit der Fortschreibung wurde das strategische Prinzip „Nutzer*innenzentrierte Gestaltung“ neu formuliert und im Handlungsfeld Digital Government die Maßnahme „Aufbau eines Kompetenzschwerpunkts für User Experience“ ergänzt. Durch die Neuformulierung des ursprünglich als Kund*innenorientierung benannten Prinzips wird klargestellt, dass immer alle an einem digitalen Arbeitsablauf oder an der Erbringung eines digitalen Services Beteiligten – inklusive der Adressat*innen – mit ihren Anforderungen betrachtet werden. Das bedeutet, dass Inhalt und Form digitaler Angebote der Stadt München konsequent an den jeweiligen Bedürfnissen von Münchner*innen, Unternehmen und Mitarbeitenden ausgerichtet werden. Zudem macht die Stadt deutlich, dass Impulse aus dem Austausch mit Nutzer*innen und ihr Feedback in die Weiterentwicklung von digitalen Prozessen und Lösungen einfließen.
Das strategische Prinzip Nutzer*innen-Orientierung wurde unter Berücksichtigung von Beiträgen aus dem Digitalrat (https://muenchen.digital/projekte/digitale-teilhabe/digitalrat.html) weiterentwickelt: Im Rahmen eines Workshops wurde anhand von alltäglichen Anwendungsbeispielen konkretisiert, welche Erwartungen die Mitglieder des Digitalrats an nutzer*innenzentrierte digitale Lösungen haben. Das Ergebnis sind intuitive Lösungen, die das Alltagsleben der Menschen verbessern. Weitere Details beinhaltet die Beschlussvorlage, die im RatsInformations-System unter https://risi.muenchen.de/risi/sitzungsvorlage/detail/8765529 zu finden ist.