Die Karl-Theodor-Straße erhält breitere Geh- und Radwege, sicherere Querungsmöglichkeiten und mehr Fahrradabstellplätze. Der Bauausschuss des Stadtrats hat dem Baureferat dafür die Projektgenehmigung erteilt. Die in enger Zusammenarbeit mit dem Mobilitätsreferat geplante Maßnahme betrifft den Abschnitt zwischen Schleißheimer Straße und Bonner Platz. Neben mehr Verkehrssicherheit führt der Umbau zu einer verbesserten Aufenthaltsqualität.
Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer: „An erster Stelle steht für mich bei diesem Projekt die Schulwegesicherheit für alle Schüler*innen der drei benachbarten Schulen. Außerdem können wir, ganz im Sinne des Schwammstadtprinzips, fast 30 neue Bäume in der Straße pflanzen und Flächen entsiegeln. Das ist auch ökologisch und stadtgestalterisch ein Gewinn fürs ganze Quartier.“
Das Baureferat wird die bislang sehr schmalen Radwege der Karl-Theodor-Straße zugunsten breiterer Fußwege zurückbauen. So kann es die bislang überwiegend weniger als 2,20 Meter breiten Gehwege auf mindestens 2,50 Meter und großteils deutlich auf mehr als drei Meter Breite vergrößern.
Auf beiden Straßenseiten errichtet das Baureferat neue, baulich gesicherte Radwege mit einer Breite von 2,30 Meter zuzüglich eines Sicherheitstrennstreifens. Der Platz dafür entsteht durch den Entfall von Fahrspuren von derzeit zwei auf jeweils eine je Richtung. Aus den bisherigen Senkrecht-Parkplätzen werden Längsparkplätze.
Neue Querungsmöglichkeiten entstehen im Bereich des verlängerten Mittelteilers Degenfeldstraße sowie an der Ansprengerstraße auf Höhe der Bushaltstelle am Bonner Platz. Am Zugang zum Luitpoldpark errichtet das Baureferat großzügige Aufstellflächen für Fußgänger*innen und neue Fahrradstellplätze. Beides verbessert die Sichtbeziehungen an dieser Querungsstelle deutlich. Generell optimiert das Baureferat die Kreuzungsbereiche für den Fußverkehr durch vorgezogene Gehwegnasen und mehr Platz, um sicher von einer Straßenseite auf die andere zu kommen.
Die beiden Fahrspuren werden für den Busverkehr überwiegend jeweils 3,25 Meter breit. Im Zulauf auf die Kreuzungen sind teilweise weiterhin zwei Fahrspuren in eine Fahrtrichtung notwendig. Nach dem Umbau bleiben etwa 135 der aktuell 191 Parkplätze erhalten. Durch die Parkbuchtbreite von 2,20 Meter verbessert sich auch die Haltesituation für den Lieferverkehr.
Das Baureferat hat im Zuge der Planungen Baumpflanzungen anhand der Lage der Versorgungsleitungen und anhand gestalterischer Aspekte geprüft. Insgesamt können die Gartenbau-Expertinnen des Referats 27 neue Bäume pflanzen, teilweise durch Entsiegelung von Asphalt- oder Kleinsteinflächen, teilweise durch Ergänzung von Baumreihen innerhalb bestehender Grünflächen.
Mit dem Mobilitätsreferat und der Stadtwerke München GmbH wurde abgestimmt, dass die Bushaltestelle Ackermannstraße sowohl auf der Nord- als auch auf der Südseite auf die westliche Seite der Kreuzung Ackermann-/Schleißheimer/Karl-Theodor-Straße verlegt und barrierefrei ausgebaut wird. Ebenso wird die Bushaltestelle an der Ecke Karl-Theodor-/ Angererstraße barrierefrei ausgebaut. Die nördliche Haltestelle wird dabei auf der Ostseite der Kreuzung Borschtallee/Karl-Theodor-/Angererstraße eingerichtet und die südliche Haltestelle auf der Westseite. Das Baureferat wird den Umbau der Karl-Theodor-Straße zwischen Schleißheimer Straße und Bonner Platz in mehreren Bauabschnitten voraussichtlich zwischen Ende 2025/Anfang 2026 bis Ende 2026/Sommer 2027 durchführen. Die vom Stadtrat genehmigten Projektkosten liegen bei 9,5 Millionen Euro. Der Bezirksausschuss Schwabing-West, der Städtische Beraterkreis für Barrierefreies Planen und Bauen sowie der Behindertenbeirat der Landeshauptstadt München haben den Plänen zugestimmt.
Achtung Redaktionen: Mehr Informationen finden sich im Beschluss des Bauausschusses des Stadtrats vom 11. Februar 2025 (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 14218).