Das Filmmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, widmet die nächste Ausgabe der Reihe „Open Scene“ am Donnerstag, 13. März, 19 Uhr, dem amerikanischen Schauspieler Gene Hackman, der im Februar mit 95 Jahren verstarb. Gezeigt wird der Thriller „The Conversation (Der Dialog)“ von Francis Ford Coppola, der die staatlichen Abhörmaßnahmen und deren Missbrauch reflektiert, die durch die Watergate-Affäre publik geworden waren. Der Film wird in Originalfassung mit deutschen Untertiteln gezeigt.
Gene Hackman spielt in „The Conversation“ den erfahrenen Abhörspezialisten Harry Caul, der das Gespräch eines jungen Paares mit anhört und in eine Gewissenskrise gerät, als er den Verdacht hat, dass das Paar ermordet wird. Die Geschichte ist allein aus der Sicht dieses Technikers erzählt. Francis Ford Coppola gelingt eine leise, ruhige und brillant inszenierte Studie, die minuziös das Eindringen der Technik in die Intimsphäre des Menschen beschreibt. Gene Hackman ist in nahezu jeder Szene zu sehen, fast immer allein: beobachtend auf einer Parkbank oder mit technischen Geräten hantierend in Innenräumen. Man spürt, dass in dem talentierten Mann Einsamkeit und Paranoia stecken; Harry nimmt nicht mehr an der Gesellschaft teil, er hat die Rolle des Beobachters eingenommen.
Der Eintritt kostet 5 Euro beziehungsweise 3 Euro bei Mitgliedschaft im Förderverein MFZ. Kartenvorverkauf ist online oder an der Abendkasse möglich, die 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn öffnet. Es gibt keine Reservierungen. Das Kino des Filmmuseums ist rollstuhlgerecht zugänglich und mit einer Induktionsschleife für Hörgeschädigte ausgestattet.