Die Stadt München gedenkt der Menschen, die im Nationalsozialismus Opfer des Völkermords an den Sinti und Roma wurden. Am Donnerstag, 13. März, ab 16 Uhr werden die Namen der deportierten und ermordeten Frauen, Männer und Kinder am Platz der Opfer des Nationalsozialismus verlesen. Zwischen 18 und 21 Uhr werden die Namen auch an die Fassade des NS-Dokumentationszentrums projiziert.
Zum Gedenken um 19 Uhr in der Karmeliterkirche sprechen Romani Rose, Präsident des Zentralrats der Sinti und Roma, Stadtrat Winfried Kaum (Stadtratsfraktion der CSU mit FREIE WÄHLER) in Vertretung des Oberbürgermeisters, Erich und Nino Schneeberger vom Verband Deutscher Sinti und Roma – Landesverband Bayern e.V. sowie Polizeipräsident Thomas Hampel. Generalvikar Christoph Klingan spricht bei der Veranstaltung in Vertretung des Erzbischofs ein Grußwort.
Im Anschluss diskutieren zum Thema „Befreit aber nicht frei“ Hugo Höllenreiner, Christian Pfeil, Marcella Reinhardt, Uta Horstmann und Roswitha Stein. Am 13. März 1943 veranlasste die Münchner Polizei die Deportation von 141 Sinti und Roma aus München und Umgebung in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Viele der Deportierten fielen den Mordaktionen und den grausamen Bedingungen dort zum Opfer oder wurden in anderen Konzentrationslagern ermordet. Nach Kriegsende setzten sich die Diskriminierung und Kriminalisierung der wenigen Überlebenden fort. Bis heute sehen sich Angehörige der Minderheit mit zahlreichen Vorurteilen konfrontiert. Mehr Infos unter https://www.nsdoku.de/programm/aktuell/detailseite/zur-erinnerung-an-die-deportation-der-muenchner-sinti-und-roma-2118. (Siehe auch unter Terminhinweise)