Unter dem Motto „Menschenwürde schützen“ starten am Montag, 17. März, die Internationalen Wochen gegen Rassismus in München. In Anbetracht der gesellschaftlichen Situation stehen in diesem Jahr die Themen Flucht, Migration und Rassismus im Zentrum. Auch die Auftaktveranstaltung am 17. März widmet sich dem Rassismus gegen Geflüchtete.
Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Gerade in einer Welt, in der alte Gewissheiten und Beziehungen plötzlich nicht mehr gelten sollen, ist es umso wichtiger, dem Rassismus auch auf kommunaler Ebene entschieden entgegenzutreten. Dafür sind Information und Bildung sehr wichtig. München zeigt mit den Internationalen Wochen gegen Rassismus auch dieses Jahr auf, wie rassistisches Denken verfängt, was jede und jeder Einzelne von uns tun kann, und setzt gleichzeitig ein starkes Zeichen für Zusammenhalt und Menschenwürde. Ich danke allen Beteiligten, die dieses umfassende Programm möglich gemacht haben.“
Mit 181 Veranstaltungen von 118 Veranstalter*innen ist das diesjährige Programm das umfangreichste und vielfältigste jemals – auch im deutschlandweiten Vergleich. Geboten werden unter anderem Podiumsdiskussionen, Stadtführungen, Lesungen, Konzerte und Ausstellungen, die das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. Die Veranstaltungen erstrecken sich über das gesamte Stadtgebiet und wenden sich an alle Altersgruppen. So bieten beispielsweise die Stadtbibliotheken Bilderbuchkinos bereits für Kleinkinder an. Das komplette Programm ist abrufbar unter www.muenchen.de/gegen-rassismus.
Auftaktveranstaltung: Podiumsdiskussion am 17. März
Den Auftakt der Internationalen Wochen bildet die von der Fachstelle für Demokratie organisierte Podiumsdiskussion am Montag, 17. März, um 19.30 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses. Der Soziologieprofessor Dr. Serhat Karakayali, der Politikwissenschaftler Professor Dr. Volker M. Heins sowie Tareq Alaows, flüchtlingspolitischer Sprecher der Menschenrechtsorganisation Pro Asyl, werden die Auswirkungen von Rassismus auf Geflüchtete und die Demokratie diskutieren.
Dr. Miriam Heigl, Leiterin der Fachstelle für Demokratie: „Wir erleben auch dieses Jahr wieder eine sehr große Resonanz zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Seit zehn Jahren organisiert die Fachstelle dieses Format und jedes Jahr wird das Programm umfangreicher und vielseitiger. Dies zeigt, dass die Münchner*innen sich aktiv informieren und gegen Rassismus positionieren möchten. Der Fokus auf Flucht, Migration und Rassismus macht deutlich, dass zurzeit vieles auf dem Spiel steht – es geht schließlich um Menschen und ihre Rechte.“
Über die Fachstelle für Demokratie
Die Fachstelle für Demokratie koordiniert seit 2010 unter der Leitung von Dr. Miriam Heigl die Aktivitäten und Maßnahmen zur Förderung des demokratischen Gemeinwesens und gegen Rassismus, Antisemitismus und andere Formen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit in München. Seit 2015 richtet die Fachstelle die Internationalen Wochen gegen Rassismus in München aus. Weitere Informationen sind online zu finden unter www.muenchen.de/demokratie.
Über die Internationalen Wochen gegen Rassismus
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden immer jährlich anlässlich des Internationalen Tags gegen Rassismus am 21. März statt. Im Jahr 2025 feiern die Internationalen Wochen gegen Rassismus ihr 30-jähriges Jubiläum. Weitere Infos unter www.stiftung-gegen-rassismus.de.
Achtung Redaktionen: Presserückfragen bitte an die Fachstelle für Demokratie per E-Mail an fgr@muenchen.de oder telefonisch unter 233-92642.
(Siehe auch unter Terminhinweise)