Das Lenbachhaus, das Münchner Stadtmuseum, das Museum Villa Stuck, das Jüdische Museum München, das NS-Dokumentationszentrum und das Valentin-Karlstadt-Musäum sind die Museen der Stadt München. Gemeinsam haben sie jetzt dem Kulturausschuss des Stadtrats einen Ausblick auf ihre kommenden Ausstellungen gegeben.
- Das Lenbachhaus thematisiert von März an mit der Ausstellung „Was zu verschwinden droht, wird Bild“ das Anliegen der Kunst, Vergängliches festzuhalten. Im Juni schließt sich die Schau „Auguste Herbin“ an, einem Revolutionär der Moderne und einer der Begründer der Abstraktion in Frankreich. Mit „Hallo, mein Name ist Kunstbau“ lädt das Team der Vermittlung zu Veranstaltungen, Workshops und gemeinsamen Aktionen zum Thema Raum in den Kunstbau ein. Im Herbst starten gleich drei zeitgenössische Projekte: „Shifting the Silence“ mit Künstler*innen aus der Sammlung des Lenbachhauses und der Sammlung KiCo, „Out of Focus. Leonore Mau und Haiti“, eine künstlerische Weiterentwicklung zur Forschung über die Fotografin Leonore Mau, und eine Einzelausstellung der 1979 in Kairo geborenen Künstlerin Iman Issa.
- Die erfolgreiche Zeit im Interimsquartier in der Goethestraße 54 geht für das Museum Villa Stuck am 11. Mai zu Ende. Die Auszeichnung der von ansa studios geplanten Zwischennutzung mit dem BDA Preis Bayern 2025 ist eine großartige Anerkennung der Leistung des gesamten Teams. Zeit- und Kostenpläne der Sanierung des Museumsgebäudes werden eingehalten, so dass die Inbetriebnahme der technischen Anlage im Frühjahr/Sommer 2025 erfolgen kann. Die Sammlung kehrt zurück in die Historischen Räume, und der für Oktober 2025 geplanten Wiederer-öffnung des Museums Villa Stuck mit Ausstellungen des Künstler*innen-Kollektivs Chicks on Speed und der britischen Malerin Louise Giovanelli steht somit nichts im Wege.
- Die gemeinsame Ausstellung des Münchner Stadtmuseums und der Kunsthalle München „Jugendstil. Made in Munich“, die bis 23. März zu sehen ist, war mit bisher mehr als 144.000 Besucher*innen ein großer Erfolg. Vom 15. Mai an ist die Interimsausstellung des Münchner Stadtmuseums im eigens dafür umgebauten Erdgeschoss des Zeughauses geöffnet: „What the City. Perspektiven unserer Stadt“ bringt aktuelle stadtgeschichtliche Themen aus fast allen Sammlungen des Hauses in einer Ausstellung zusammen und ist kosten- und barrierefrei zugänglich. Die Sammlung Fotografie ist mit den Ausstellungen „Herbert List und die Trümmerfotografie in München“ und „Münchner Fotogeschichte(n). Die Warenhausfotografie Hermann Tietz“ an zwei Orten in der Münchner Innenstadt präsent.
- Das Jüdische Museum München eröffnet am 9. April die Ausstellung „Die Dritte Generation. Der Holocaust im familiären Gedächtnis“, die in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Wien entstanden ist. Die künstlerischen Positionen, aber auch die ausgestellten Objekte und Archivalien zeigen, wie Traumata von Generation zu Generation weitergegeben werden. Gleichzeitig vermitteln sie, wie das weltweite Erstarken des Rechtsradikalismus sowie Terror und Krieg einerseits zur Retraumatisierung, andererseits aber auch zu verstärktem Engagement für Frieden und Menschenrechte führen können. Vielfältige Vermittlungsprogramme und Publikationen werden 2025 unterschiedliche Zielgruppen erreichen.
- Das Programm des NS-Dokumentationszentrums steht 2025 im Zeichen seines zehnjährigen Bestehens und der Frage „Was ist Erinnerung?“ Am 8. Mai – dem 80. Jahrestag des Kriegsendes – öffnet das Haus nach einer kurzen Umbauphase mit verbesserter Barrierefreiheit, neuen Kommunikationsräumen, einem Café im Erdgeschoss sowie einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm wieder seine Türen. Im Ausstellungsbereich wird mit „Erinnerung ist...“ eine Intervention mit Objekten und ihren Geschichten in der Dauerausstellung sowie die Videoinstallation „overexposed/underexposed“ zu sehen sein.
- Das auf Grund von Brandschutzsanierungen bis Frühjahr 2026 geschlossene Valentin-Karlstadt-Musäum zeigt am Isartor die Hofausstellung „Durch Nacht und Nebel. Liesl Karlstadt und Karl Valentin. Vom Brettl ins Theater.“ Die Ausstellung konnte bis 18. Mai verlängert werden. Bis Ende April ist das Valentin-Karlstadt-Musäum mit zahlreichen Veranstaltungen zu Gast im Interimsquartier der Villa Stuck in der Goethestraße 54. Von Mitte Mai an wird am Isartor eine weitere Hofausstellung zum Thema „Heimatlos – Karl Valentin und Liesl Karlstadt 2025“ zu sehen sein.
Weitere Infos unter www.lenbachhaus.de, www.muenchner-stadtmuseum.de, www.villastuck.de, www.juedisches-museum-muenchen.de, www.nsdoku.de, www.valentin-karlstadt-musaeum.de