Minna Hirschberg, Hermine Bernheimer, Hermann Binswanger sowie Erna und Friedrich Siegmund Marx wurden in den Jahren von 1942 bis 1944 im Nationalsozialismus ermordet. Mit einer Gedenkveranstaltung erinnert die Stadt München am Montag, 31. März, um 10 Uhr im Bayerischen Nationalmuseum, Prinzregentenstraße 3, an die fünf jüdischen Bürger*innen. Es sprechen Oberbürgermeister Dieter Reiter, Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Ehrenbürgerin Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. Frank Matthias Kammel, Generaldirektor des Bayerischen Nationalmuseums, sowie Nachfahren der geehrten NS-Opfer.
Die Gedenkveranstaltung findet im Rahmen eines Treffens von Nachfahren zahlreicher jüdischer Opfer des Nationalsozialismus in München statt. Im Anschluss werden an den ehemaligen Wohnorten der Geehrten Erinnerungszeichen angebracht: für Minna Hirschberg am 31. März ab 11.30 Uhr am Franz-Josef-Strauß-Ring 4, für Hermine Bernheimer am selben Tag um 14 Uhr in der Herzog-Max-Straße bei Oberpollinger, für Hermann Binswanger am 1. April um 10 Uhr in der Schubertstraße 8 sowie für Erna und Friedrich Siegmund Marx am 2. April um 15 Uhr in der Geibelstraße 8. Historische Fotos sind zu finden unter http://www.picdrop.com/petzold/KZcQ2gVpV8.
Eine Teilnahme an den Veranstaltungen ist nur nach Anmeldung per E-Mail an erinnerungszeichen@muenchen.de möglich.
Erinnerungszeichen werden seit 2018 an Orten angebracht, an denen Menschen lebten, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden. Die Erinnerungszeichen bestehen aus gebürstetem Edelstahl und sind vergoldet. Es gibt sie als Wandtafeln an der Fassade und als Stelen auf öffentlichem Grund. Sie enthalten die wichtigsten Lebensdaten, Angaben zum Schicksal und – falls vorhanden – ein Bild. Weitere Informationen unter www.erinnerungszeichen.de und map.erinnerungszeichen.de.
(Siehe auch unter Terminhinweise)