Die Architekturfilmtage, die von 3. bis 12. April im Filmmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, stattfinden, stehen in diesem Jahr unter dem Titel „Marmor und Beton“. Die zehn internationalen Spiel- und Dokumentarfilme und ein Animationsfilm drehen sich schwerpunktmäßig um die Baustoffe und die Architekten, die ihre Visionen vom Bauen damit verbunden haben. Neben Produktionen aus Deutschland und den USA werden auch Filme aus Südkorea, Rumänien, Irland und Schweden gezeigt. Zur Eröffnung am Donnerstag, 3. April, 19 Uhr feiert der Dokumentarfilm „Sep Ruf – Architekt der Moderne“ von Johann Betz im Filmmuseum seine Weltpremiere. Er zeigt die Fixpunkte aus dem 50-jährigen Schaffen Sep Rufs, der als einer der wichtigsten Gestalter der Nachkriegs-Architektur gilt, und erzählt von seiner Auseinandersetzung mit Tradition und Moderne. Johann Betz und sein Team sind am Abend zu Gast. Für diese Vorstellung gibt es keinen Vorverkauf und nur Karten an der Abendkasse. Als Spielfilmklassiker steht „The Fountainhead“ (1946) von King Vidor auf dem Programm, in dem Gary Cooper einen Architekten spielt, der avantgardistisch denkt und klare Gestaltungslinien gegenüber dem Ornamentalen bevorzugt – inspiriert von Frank Lloyd Wright.
„The Brutalist“ (2024) von Brady Corbet handelt von einem jüdischen Architekten, der den Holocaust überlebte, in den USA im Stil des Brutalismus baute und damit Aufsehen erregte. Adrien Brody erhielt für seine Darstel- lung als Architekt László Tóth 2025 den Oscar als bester Hauptdarsteller. Der Journalist Gerhard Matzig hält eine Einführung.
Alle Filme und Termine der Architekturfilmtage finden sich unter
www.muenchner-stadtmuseum.de/film.
Der Eintritt kostet 5 Euro beziehungsweise 3 Euro für Mitglieder des Fördervereins MFZ. Aufschlag bei Überlänge. Der Kartenkauf ist online und an der Abendkasse möglich. Die Kasse öffnet
60 Minuten vor Vorstellungsbeginn. Das Kino des Filmmuseums ist rollstuhlgerecht zugänglich und mit einer Induktionsschleife für Hörgeschädigte ausgestattet.