Das NS-Dokumentationszentrum lädt in Kooperation mit der Stiftung Literaturhaus im Rahmen des Literaturfests am Dienstag, 8. April, um 20.30 Uhr ein zu einem Gesprächsabend unter dem Titel „Zusammen leben“ mit Aleida Assmann und Wilhelm Schmidt ins Literaturhaus, Salvatorplatz 1.
Was hält Menschen zusammen? Und was trennt sie, trotz aller Gemeinsamkeiten? Die Autorin Aleida Assmann und der Autor Wilhelm Schmid diskutieren über das schöne und zugleich schwierige Leben in Gesellschaft. Aleida Assmann stellt klar: Gemeinschaft ist der Kern von Demokratie. In ihrem Buch „Gemeinsinn. Der sechste, soziale Sinn“ lenkt sie den Blick weg von Hass und Wut, hin zu Empathie und Respekt. Wilhelm Schmid wiederum geht in seinem Buch „Die Suche nach Zusammenhalt“ der Frage nach, ob die Gesellschaft eher einer „Identität“ oder besser einer „Integrität“ bedarf. Und er kommt zu dem Schluss: Die Gesellschaft lebt von Bürger*innen, denen nicht alles egal ist. Braucht man universale Werte, oder müssen die Eigenarten unterschiedlicher Nationen und Kulturen anerkannt werden? Ist die Linderung von Not eine Sache des zivilgesellschaftlichen Engagements, oder festigt man damit ungerechte Strukturen, die nur der Staat ändern kann? Aleida Assmann und Wilhelm Schmid diskutieren diese und andere Fragen mit der Journalistin Shelly Kupferberg.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Stiftung Literaturhaus und des NS-Dokumentationszentrums in der Reihe „Unsere Zeit Verstehen“. Tickets sind erhältlich unter nsdoku.de/programm.