Das Jüdische Museum München, St.-Jakobs-Platz 16, zeigt von Mittwoch, 9. April, bis 1. März 2026 die Ausstellung „Die Dritte Generation. Der Holocaust im familiären Gedächtnis“, die sich 80 Jahre nach dem Holocaust mit der Frage transgenerationaler Traumata und dem emotionalen Erbe der Überlebenden auseinandersetzt. Ihre Geschichten, aber auch ihre Traumata haben sie an ihre Kinder und Enkelkinder weitergegeben. Während die Zweite Generation mit den psychischen und physischen Verletzungen ihrer Eltern aufwuchs, blickt die Dritte Generation aus einer größeren zeitlichen Distanz auf die Familiengeschichte, in der Erinnerung und Schweigen, Familienmythen und -geheimnisse, erdrückendes oder fehlendes Familienerbe allgegenwärtig sind.
Die Ausstellung wurde zunächst im Jüdischen Museum Wien realisiert und wird nun an ihrer zweiten Station im Jüdischen Museum München angepasst und erweitert. Dabei wurde auch eine lokale Perspektive stärker herausgearbeitet. Münchner Künstler*innen zeigen mit ihren Arbeiten, wie sehr der Holocaust bis in ihr heutiges Sein hineinwirkt.
Der Zugang zu den Ausstellungsflächen ist barrierefrei. Die Ausstellungstexte sind in Leichter Sprache verfügbar. Für zusätzliche Unterstützung stehen die Mitarbeiter*innen vor Ort zur Verfügung. Weitere Infos unter www.juedisches-museum-muenchen.de/ausstellungen/die-dritte-generation
(Siehe auch unter Terminhinweise)