Die Kooperative Ganztagsbildung ist ein zukunftsweisendes Modell, das Bildung und Betreuung für Grundschulkinder in enger Kooperation von Schule und Kindertageseinrichtung verbindet. Mit der neuen Richtlinie „Münchner Kitaförderung – Kooperative Ganztagsbildung“ passt die Stadt nun ihre freiwillige Förderung für Einrichtungen der Kooperativen Ganztagsbildung an die Münchner Kitaförderung (MKF) an, sorgt damit für die Gleichbehandlung aller Träger und folgt der aktuellen Rechtsprechung. Der Bildungsausschuss des Stadtrats hat die neue Richtlinie jetzt beschlossen. Sie tritt zum 1. September 2025 in Kraft.
Bei der Münchner Kita-Förderung MKF müssen Träger einer Einrichtung darlegen, welche Ausgaben sie haben, um Kinder zu betreuen. Dem werden die Einnahmen gegenübergestellt, also gesetzliche Förderungen nach dem BayKiBiG, Elternbeitragszuschüsse durch den Freistaat, Elternbeiträge und sonstige Einnahmen. Die Landeshauptstadt füllt dann die finanzielle Lücke, sodass die teilnehmenden Träger ein entstehendes Defizit ausgeglichen bekommen.
Künftig gilt für die Kooperative Ganztagsbildung eine einheitliche Förderrichtlinie analog zur MKF. Die neue Regelung umfasst unter anderem:
-erhöhte Verwaltungskostenzuschüsse von bis zu 7,5 Prozent (bisher 5 Prozent)
- Neuregelung der Sachausgabenpauschalen, z.B. 255 Euro pro belegtem Platz für Material und Veranstaltungen
- Anpassung der Personalausstattung mit erweiterten Möglichkeiten, auch fachfremdes Personal zu berücksichtigen
- neue Regelungen zu Elternentgelten
Bürgermeisterin Verena Dietl: „Die neue Förderrichtlinie ist ein weiterer Baustein für ein zukunftsfähiges Bildungssystem in München. Sie schafft faire Rahmenbedingungen für Träger und bringt gleichzeitig Verlässlichkeit für die Eltern. Mit der MKF-KoGa stärken wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und investieren gezielt in die Chancengleichheit unserer Kinder.“
Stadtschulrat Florian Kraus: „Mit der Anpassung der KoGa-Förderung an unsere freiwillige Kitaförderung schaffen wir eine moderne und transparente Grundlage für die Kooperative Ganztagsbildung in München. Das ist ein wichtiger Schritt zu mehr Bildungsgerechtigkeit und einer verlässlichen Betreuung unserer Grundschulkinder.“