Zum Tag der Provenienzforschung laden am Mittwoch, 9. April, von 15 bis 17.30 Uhr das Jüdische Museum und das Stadtmuseum zu einem Workshop ein. Die Veranstaltung im Jüdischen Museum, St.-Jakobs-Platz 16, richtet sich an Kulturinteressierte und alle, die mehr über die Arbeit der Provenienzforschung erfahren wollen.
Zum Auftakt erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in die neue Ausstellung „Die Dritte Generation. Der Holocaust im familiären Gedächtnis“. Eine Station der Ausstellung beschäftigt sich mit dem Thema Restitution und zeigt, welche Bedeutung Alltagsobjekte aus dem Besitz verfolgter Jüdinnen und Juden für ihre Nachkomm*innen haben. Anschließend geben die Referentinnen Maja Jakubeit und Yuval Schneider praktische Einblicke in die Methoden der Provenienzforschung. Anhand von Archivalien und Fallbeispielen zur NS-Raubkunst aus der sogenannten Silberzwangsabgabe wird erarbeitet, wie sich die Wege historischer Objekte rekonstruieren lassen. Der interaktive Workshop lädt dazu ein, selbst mit historischen Materialien zu arbeiten und über die Bedeutung der Provenienzforschung für Museen und Gesellschaft zu diskutieren.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Tickets unter jmm.muenchenticket.net. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Treffpunkt ist 15 Minuten vor Beginn im Foyer des Jüdischen Museums.