Neue Sportgeräte im öffentlichen Raum
Antrag Stadtrats-Mitglieder Ulrike Grimm und Manuel Pretzl (Stadtratsfraktion der CSU mit FREIE WÄHLER) vom 24.10.2024
Antwort Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer:
Sie haben am 24.10.2024 Folgendes beantragt:
„Das Baureferat prüft, inwieweit in öffentlichen Grünanlagen zusätzliche Sportgeräte wie z.B. Gerüste zum Hangeln oder öffentliche Squash/Handball Courts zur allgemeinen Nutzung errichtet werden können.“
Nach § 60 Abs. 9 GeschO dürfen sich Anträge ehrenamtlicher Stadtratsmitglieder nur auf Gegenstände beziehen, für deren Erledigung der Stadtrat zuständig ist. Der Inhalt Ihres Antrages betrifft jedoch eine laufende Angelegenheit i.S. von Art. 37 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 GO und § 22 GeschO, deren Erledigung dem Oberbürgermeister obliegt. Eine beschlussmäßige Behandlung der Angelegenheit im Stadtrat ist daher rechtlich nicht möglich.
Zu Ihrem Antrag vom 24.10.2024 teilen wir Ihnen Folgendes mit:
Es ist dem Baureferat ein großes Anliegen, der Bevölkerung in München attraktive Möglichkeiten zur Ausübung von Fitness- und Trendsportarten im öffentlichen Freiraum anzubieten. Eine Übersicht über die Angebote finden Sie in der Spielplatz App unter https://spielplatz-muenchen.de/ . Den Bedarf und das Angebot an Sportarten im Freiraum stimmt das Baureferat bei Neuplanungen oder Generalsanierungen von öffentlichen Grünanlagen im Rahmen der standardmäßig durchgeführten Beteiligungsverfahren ab.
Größere Anlagen werden dem städtischen Beraterkreis für barrierefreies Planen und Bauen sowie seit dem Jahr 2024 auch dem Beraterkreis gendergerechter Spielraum zur Prüfung vorgelegt. Die Anmerkungen aus diesen Beraterkreisen fließen in der Regel in die weitere Planung mit ein. Ziel ist es, in den öffentlichen Grünanlagen ein Sport- und Bewegungsangebot für eine vielfältige Nutzer*innengruppe zur Verfügung zu stellen.
Aktuell besteht mit 58 Fitness-Parcours, verteilt über das gesamte Stadtgebiet, bereits ein vielfältiges Fitnessangebot, das ein breites und auf viele Nutzer*innen ausgelegtes Bewegungsangebot bietet, einladend gestaltet und frei zugänglich ist. Mit dem Referat für Bildung und Sport, Geschäftsbereich Sport, wird die Ausgestaltung abgestimmt, damit die gewählten Komponenten die Möglichkeit bieten, den gesamten Körper zu trainieren.Vor allem die in die Fitness-Parcours oftmals integrierten Calisthenicsanlagen bieten vielfältige Möglichkeiten zum Hangeln.
Auch das Angebot an Ballsportarten wird in München kontinuierlich ausgebaut. Neben 164 Bolzplätzen zum Fußballspielen kann an vielen Stellen in der Stadt Soccer-Five, Streetball (176 Standorte), Beach-Volleyball (13 Standorte) oder Tischtennis (233 Standorte) gespielt werden. Mit dem Interimsausbau im Hermann-von-Siemens-Sportpark wurde dieses Ballsportangebot außerdem um neue Balltrendsportarten wie Teqball, Pickleball und Beachhandball erweitert.
Da öffentliche Grünflächen unter anderem auch wichtige ökologische und klimawirksame Funktionen übernehmen, ist es ein Ziel, die Versiegelung von Flächen möglichst gering zu halten. Es soll der Aufenthalt im Freiraum gefördert sowie individuelles „Sporteln im Grünen“ (z.B. Yoga) ermöglicht werden. Gebäudekomplexe, wie sie bei Squash oder Handball Courts benötigt werden, sind zu vermeiden und eher in Vereinssportanlagen anzubieten als in öffentlichen Grünflächen.
Wir bitten Sie um Verständnis dafür, dass das Baureferat nicht alle Sportarten im Freiraum unterstützen kann.
Um Kenntnisnahme von den vorstehenden Ausführungen wird gebeten. Wir gehen davon aus, dass der Antrag damit abschließend behandelt ist.