An diesem Wochenende wird ein neuer Gedenkraum für die Hinterbliebenen und Opfer des OEZ-Attentats von 2016 eröffnet. Der über 100 Quadratmeter große Raum steht den Betroffenen und der von ihnen gegründeten Initiative „München erinnern!“ ab sofort als Ort des Gedenkens, der Begegnung und des solidarischen Handelns zur Verfügung. Der Eröffnung ging eine intensive und langwierige Suche nach einem geeigneten Raum voraus.
Dr. Miriam Heigl, Leiterin der Fachstelle für Demokratie: „Ich freue mich, dass wir nach langer Suche nun den Opfern und Hinterbliebenen des OEZ-Attentats einen schönen, hellen und großzügigen Raum zur Verfügung stellen können, um sich dort zu treffen, sich auszutauschen, gemeinsam zu trauern und aktiv zu werden. Ich danke der Initiative ‚München erinnern!‘ für die gute Kooperation sowie dem Kommunalreferat für das Engagement bei der Suche nach diesem Raum.“
Bislang hatte die Stadt der Initiative „München erinnern!“ einen Raum in der Dienerstraße im Rathaus zur Verfügung gestellt. Auf Wunsch der Angehörigen wird der Gedenkraum nun nach Moosach verlegt, da dieser Stadtteil der Lebensmittelpunkt vieler Opfer des Attentats ist. Die Stadt München stellt der Initiative auch die neuen Räumlichkeiten mietfrei zur Verfügung, um den Angehörigen dauerhaft einen Ort des Austauschs und des gemeinsamen Gedenkens zu ermöglichen.
Dr. Miriam Heigl betont die Bedeutung des neuen Raums für die Erinnerungsarbeit der Opfer des OEZ-Attentats: „Dieser Raum ist ein wichtiger Ort, an dem an die Opfer des rassistischen Attentats vom Olympia-Einkaufszentrum gedacht wird. Um dem Narrativ des unpolitischen Amoklaufs entgegenzuwirken und die Erinnerungs- und Aufklärungsarbeit der Angehörigen zu unterstützen, ist dieser Raum von großer Bedeutung“.
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