Wirtschaftlichkeit der Halle 2 des AWM
Anfrage Stadtrats-Mitglieder Daniel Stanke, Markus Walbrunn und Iris Wassill (AfD) vom 13.2.2025
Antwort Kommunalreferat:
In Ihrer Anfrage teilten Sie uns mit, dass im Jahresabschluss 2023 des Abfallwirtschaftsbetriebs München (AWM) keine konkreten Angaben zur Wirtschaftlichkeit der Halle 2 gemacht wurden.
Sie bitten in diesem Zusammenhang um die Beantwortung der folgenden Fragen:
Frage 1:
Wie viel Personal arbeitete in der Halle 2 (bitte die Zahlen für die letzten zwei Jahre angeben)?
Antwort:
In den Jahren 2023 sowie 2024 arbeiteten insgesamt 15 Personen in der Halle 2.
Frage 2:
Welche Kosten fielen für den Betrieb der Halle 2 und dem Personal in 2023 und 2024 an?
Antwort:
Für den Betrieb der Halle 2 fielen bezogen auf das Jahr 2023 Kosten in Höhe von insgesamt rund 2,2 Mio. Euro, für das Jahr 2024 rund 2,3 Mio. Euro an. Zu beachten ist, dass das Ergebnis 2024 vorläufig ist, da der Monat Dezember aufgrund von Jahresabschlussarbeiten noch nicht endgültig in die Finanzsysteme eingebucht ist.
Frage 3:
Was kosteten die besonderen Maßnahmen zur Verkaufsförderung in 2023 und 2024?
Antwort:
2023 beliefen sich die Kosten der Marketingmaßnahmen auf ca. 145.000 Euro. 2024 beliefen sich die Marketingkosten auf ca. 43.000 Euro.
Frage 4:
Welche Erlöse konnten mit dem Verkauf in der Halle 2 in 2023 und 2024 erzielt werden?
Antwort:
Die Erlöse der Halle 2 in Pasing beliefen sich im Jahr 2023 auf rund 698.000 Euro und im Jahr 2024 auf 806.000 Euro.
Frage 5:
Welche Auswirkungen hat das digitale Warenwirtschaftssystem?
- 1.5.1.Was kostet dieses jährlich?
- 1.5.2.Wird dadurch Personal eingespart?
- 1.5.3.Was sind die Vorteile des Systems?
Antwort:
Die Implementierung des Warenwirtschaftssystems musste aufgrund höher priorisierter Vorhaben und konkurrierender Ressourcen verschoben werden. Der AWM evaluiert aktuell Möglichkeiten für eine Einführung und zieht dabei auch die Erfahrungen anderer Entsorger in seine Überlegungen mit ein.
Ziel ist eine Lösung, die Komplexität, Aufwand und Kosten möglichst geringhält und dabei den maximalen Mehrwert für die Halle 2 stiftet.
Die Kosten lassen sich daher erst nach vollständiger Evaluierung abschätzen und liegen heute noch nicht vor.
Personal wird durch ein digitales Warenwirtschaftssystem voraussichtlich nicht eingespart werden.
Die Vorteile eines solchen Systems könnten v.a. darin liegen, den gesamten Geschäftsprozess zu professionalisieren, ihn an zeitgemäße Arbeitsmethoden anzupassen und eine Bestandsverwaltung im Logistikprozess zu ermöglichen.
Des Weiteren könnte die Digitalisierung der derzeit noch im Wesentlichen manuell, teils handschriftlich und Papierbasierten Dokumentationen zu einer Effizienzsteigerung führen. So könnte ein Warenwirtschaftssystem dann auch eine solide digitale Controlling-, Reporting- und Steuerungsgrundlage darstellen.
Frage 6:
Gilt auch für die Halle das Rotationssystem?
- 1.6.1.Hat dieses sich ggf. bewährt?
- 1.6.2.Wie ist der Stand der Mitarbeiterzufriedenheit mit dem Rotationssystem dort?
Antwort:
Nein, das Rotationssystem gilt nicht für die Halle 2 und ist auch nicht vorgesehen.
Allerdings existiert ein Hospitationskonzept zwischen den Wertstoffhöfen und der Halle 2, das seit 2022 praktiziert wird. Dieses Hospitationskonzept hat sich bewährt und trägt zu einem guten, gemeinsamen Verständnis für die jeweiligen Ziele und Arbeitsbereiche und damit zu einer guten Zusammenarbeit bei.