Im Rahmen der Beratungen zum Eckdatenbeschluss in der Vollversammlung des Stadtrats im Juli 2024 hatte Oberbürgermeister Dieter Reiter drei interfraktionelle Arbeitskreise (IFAK) initiiert, die aufgrund der angespannten Haushaltslage Vorschläge zur Standard- und Kostenreduzierung in mehreren Bereichen erarbeiten sollten. Der IFAK Wohnungsbau unter Vorsitz des OB erarbeitete daraufhin Vorschläge zur Standard- und Kostenreduzierung beim Wohnungsbau der Münchner Wohnen GmbH, die jetzt in der Vollversammlung des Stadtrats vorgestellt wurden. Mit den Maßnahmen sollen mindestens zehn Prozent der Kosten beim Wohnungsneubau eingespart und so mehr bezahlbarer Wohnraum angeboten werden können. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind vorerst befristet bis zum 31. Dezember 2030.
Die Einsparpotentiale werden durch eine Vielzahl von Maßnahmen erreicht, die bei jedem Projekt gesondert betrachtet werden. Dazu gehören zum Beispiel Kostenreduzierungen beim Stellplatznachweis, dem Bau von Tiefgaragen, der Baustoffauswahl, dem Energiestandard, der einfachen Bauweise, dem Gebäudetyp E als Baustandard und dem modularen Bauen. Außerdem bieten die Lage, der Städtebau und der Grundstückszuschnitt Einsparpotentiale. Für die Bauleitplanung wurde dazu bereits ein Beschluss zur Optimierung verabschiedet.
Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Mit den vorgeschlagenen Maßnahmen zur Standard- und Baukostenreduzierung setzen wir ein starkes Zeichen, dass die Landeshauptstadt München alles unternimmt, um trotz angespannter Haushaltslage und fehlender Fördermittel weiterhin preisgünstigen Wohnraum für die Münchner*innen bauen zu können.“