Zwei Vertreter*innen des indigenen Asháninka-Volks aus dem zentralen Regenwald Perus sind von 8. bis 19. Mai zu Gast in München. Sie leisten hier im Rahmen einer Klimapartnerschaft mit der Stadt München bei Veranstaltungen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zum Regenwaldschutz. Sie vermitteln unter anderem, welche globalen Auswirkungen Lebensstil und Konsum auf den Klimawandel und die Zerstörung des Regenwalds haben.
Die Organisation CARE (Central Asháninka del Río Ene) vertritt 45 Asháninka-Gemeinden, die entlang des Flusses Ene in der peruanischen Region Junín im amazonischen Regenwald leben. In der Regel besuchen Delegierte der Asháninka die Stadt München alle zwei Jahre, dieses Jahr sind die CARE-Delegierten Yanet Velasco Castillo und Melqui Huaman Delgadillo zu Gast. Während ihres Besuchs werden sie unter anderem an (Hoch-) Schulen, bei Fachgesprächen und öffentlichen Veranstaltungen über das Leben im amazonischen Regenwald berichten, das immer stärker vom Klimawandel beeinflusst wird. Auch die Themen Regenwaldzerstörung, Konflikte mit der Drogenmafia, die Bedeutung von Landrechten und der Schutz ihres Territoriums sowie die politische Interessensvertretung und das Empowerment von Frauen und Mädchen sind wichtige Anliegen der beiden Asháninka.
Das Referat für Klima- und Umweltschutz und das zivilgesellschaftliche Netzwerk Nord Süd Forum München e.V. für eine solidarische Welt laden gemeinsam mit weiteren Kooperationspartner*innen zu folgenden Veranstaltungen ein:
- „Klimagerechtigkeit & Asháninka – Vorträge mit Diskussion“ am Dienstag, 13. Mai, von 18 bis 20 Uhr im Department für Geographie Ludwig-Maximilians-Universität, Luisenstraße 37. Weitere Infos unter: http://www.lmu.de/mzn/de/aktuelles/veranstaltungsuebersicht/veranstaltung/klimagerechtigkeit-die-ashaninka-in-muenchen.html.
- „Klimaschutz im peruanischen Regenwald: Delegierte der Asháninka teilen ihre Perspektiven“ am Mittwoch, 14. Mai, von 19 bis 21 Uhr in der Seidlvilla, Nikolaiplatz 1B. Weitere Infos unter https://nordsuedforum.de/events/veranstaltung/ashaninka-teilen-ihre-perspektiven.
- „Klimagerechtigkeit. Dialog mit Gästen aus dem peruanischen Regenwald“ am Freitag, 16. Mai, von 19 bis 21 Uhr im Münchner Zukunftssalon, Goethestraße 28 (Hinterhaus). Weitere Infos unter https://nordsuedforum.de/events/veranstaltung/klimagerechtigkeit-dialog.
Bereits seit 1997 verbindet München eine lebendige Klimapartnerschaft mit dem Volk der Asháninka im peruanischen Regenwald. Die Asháninka sind mit rund 80.000 Menschen das größte indigene Volk im peruanischen Regenwald. Ziel der Kooperation München-Asháninka ist es, den Klimaschutz voranzubringen, den amazonischen Regenwald zu schützen und die Rechte indigener Völker in Amazonien zu stärken.
Die Klimapartnerschaft München-Asháninka hat ihren Ursprung in der Mitgliedschaft Münchens im Europäischen Klima-Bündnis, einem Zusammenschluss von fast 2.000 Kommunen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, ihre klimaschädlichen Treibhausgase zu reduzieren, den tropischen Regenwald im Amazonasbecken zu schützen und indigene Völker in ihren Anliegen und Projekten zu unterstützen.