Das Baureferat zeigt in der zweiten Ausgabe der „QUIVID Review“ 13 im Vorjahr realisierte Kunst am Bau-Projekte. Online ist sie unter www.quivid.de/collection/quivid-review-2 abrufbar.
Die zweite Ausgabe der „QUIVID-Review“ versammelt 13 Kunst am Bau-Projekte, die im Jahr 2024 realisiert wurden. Sie bereichern städtische Schulen, Kindertagesstätten, Jugendeinrichtungen, einen neuen Betriebshof und den öffentlichen Raum in München.
Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer: „Seit dem Start der Bildungsbauoffensive im Jahr 2024 kommen vor allem Kinder und Jugendliche in Krippen, Kindergärten und Schulen durch ‚QUIVID‘ mit zeitgenössischer Kunst in Berührung. Und durch sie auch mit den relevanten gesellschaftlichen Themen dieser Welt. Folgerichtig bilden Arbeiten für Bildungsbauprojekte im Kunst am Bau-Programm der Landeshauptstadt einen Schwerpunkt. Fast alle der realisierten Arbeiten eint, dass sie das Bewusstsein schärfen dafür, was uns umgibt: für die Natur, für Gestaltung, für das soziale Miteinander. Dafür könnte es keinen geeigneteren Rahmen geben als Bildungseinrichtungen und den öffentlichen Raum.“
Für die Realisierung ihrer Werke bedienen sich die von der Kunstkommission ausgewählten Künstler*innen unterschiedlicher Herangehensweisen. Beispielsweise verhilft die Künstlerin Gabriela Oberkofler mit ihrem Werk „Amöbe“ Holz und Geäst des früheren Baumbestands auf dem Schulgelände des neuen Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums im Bogenhausener Klimapark zu einem zweiten Leben. Einen Blick über den Tellerrand hin zu einem Sehnsuchtsort wagt der Fotograf Jon Etter mit seinem Werk „Meerblick“ im Kindergarten Haimhauserstraße. Das Künstlerduo L+S (Lutz-Rainer Müller & Stian Ådlandsvik) geht mit seiner Wandskulptur „Extraeck“ am Betriebshof des Straßenunterhalts in der Görzer Straße den Tätigkeiten der dort arbeitenden städtischen Mitarbeiter*innen nach. Die Bildhauerin Alexandra Bircken stellt mit ihrer blickfangenden Pferdeplastik „PS (Horsepower)“ auf dem Tunnelmund des Altstadtringtunnels am Oskar-von-Miller-Ring die Frage nach den Grenzen von Mobilität und Geschwindigkeit. Durch ein zusätzliches Interview mit der Künstlerin im Mittelteil des Heftes vermittelt die zweite Review-Ausgabe einen tieferen Einblick in die Entstehung ihres „QUIVID“-Kunstwerkes. Diese zweite Review führt zudem gleich zwei Neuheiten ein: Die Gestaltung des Covers wird von nun an in die Hände von Künstler*innen gelegt, welche die Kunstkommission auswählt. Die künstlerische Gestaltung des diesjährigen Covers stammt von dem griechischen Künstler Zafos Xagoraris, der sich in den beiden Zeichnungen mit dem Paradigmenwechsel im Umgang mit monumentalen Machtsymboliken im öffentlichen Raum auseinandersetzt.
Stadtdirektor Florian Hochstätter, Leiter des Baureferats Gartenbau und verantwortlich für QUIVID, sagt dazu: „Es freut mich, dass die Review Dokumentation unserer bereits realisierten Werke ist und darüber hinaus jetzt selbst neue Kunst ermöglicht. Mit der Gestaltung des Covers schaffen Künstler*innen eigenständige Werke, die die Themenfelder Kunst am Bau oder Kunst im öffentlichen Raum kommentieren.“
Außerdem liegt der Review erstmals ein Kunst-Vermittlungsangebot für Kinder und Familien in Form einer Schatzsuche zu fünf QUIVID-Kunstwerken in Sendling, im Westend und der Isarvorstadt bei. Eine Einladung, zu Fuß oder mit dem Rad, der Karte folgend, diese Arbeiten und ihre Umgebung (neu) zu erkunden.
Mit QUIVID, dem Kunst am Bau Programm der Landeshauptstadt München, realisiert das Baureferat im Zuge kommunaler Bauvorhaben zeitgenössische Kunstwerke im gesamten Stadtgebiet. Bei Neubauten von Kindergärten, Schulen, städtischen Verwaltungsgebäuden, Kulturbauten und U-Bahnhöfen, bei neuen Grünanlagen, Platzgestaltungen, auch bei Bauvorhaben aller städtischen Eigenbetriebe, werden Künstler*innen beteiligt.
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QUIVID – Kunst am Bau (Foto: Christoph Mukherjee)