Die Münchner Volkshochschule hat gestern 90 Absolventinnen der beruflichen und sprachlichen Qualifizierung mona lea verabschiedet. Im festlichen Rahmen wurden sie zu ihren Zeugnissen beglückwünscht. Bürgermeisterin Verena Dietl hat dabei das Grußwort gesprochen.
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Bürgermeisterin Verena Dietl bei der Zeugnisverleihung von mona lea (Foto: Stefanie Halbinger/LHM)
Ziel von mona lea ist es, Migrantinnen eine Chance zu bieten, sich jenseits des Niedriglohnsektors nachhaltig auf dem Arbeitsmarkt zu positionieren und ihren Lebensunterhalt langfristig selbstständig zu bestreiten. Dies soll über einen direkten Einstieg erfolgen oder durch die Aufnahme einer Ausbildung, um später als Fachkraft zum Beispiel in der Pflege oder Kinderpflege eine Tätigkeit auszuüben.
Seit mittlerweile 17 Jahren qualifizieren sich Frauen mit Migrationsgeschichte bei mona lea durch den Besuch von Qualifizierungsbausteinen in den Bereichen „Büromanagement“, „Gesundheits- und Krankenpflege“, „Empfang und Büroorganisation“, „Verkauf“ oder „Kinderpflege“, um anschließend den Einstieg in Arbeit oder Ausbildung zu wagen. Bislang konnten über 1.500 Migrantinnen mona lea absolvieren. Davon haben über 90 Prozent ein berufliches Zertifikat erworben und ein Deutsch-Zertifikat auf dem Niveau B1, B2 oder C1. Jedes Jahr können über 50 Prozent direkt nach der Maßnahme in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung oder Ausbildung vermittelt werden. 18 Monate nachdem sie die Maßnahme abgeschlossen haben, sind meist über 45 Prozent der Migrantinnen in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, 30 Prozent in Ausbildung.
Kaum ist bei mona lea in der Schwanthalerstraße 40 die eine Gruppe verabschiedet, wird die nächste schon willkommen geheißen. Am 19. Mai startet der nächste Lehrgang. Über 100 Migrantinnen zwischen 23 und 53 Jahren und aus über 50 Ländern werden in den kommenden zwölf Monaten an ihren fachlichen Qualifikationen und Deutschkenntnissen arbeiten, um im April 2026 in ein Praktikum und danach in die Berufstätigkeit zu starten.
mona lea ist eine Maßnahme zur beruflichen und sprachlichen Qualifizierung für Migrantinnen, gefördert aus Mitteln des Sozialreferats und Eigenmitteln der Münchner Volkshochschule. Sie gehört zum Verbundprojekt Perspektive Arbeit (VPA) im Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramm (MBQ).
Weitere Informationen hierzu unter www.muenchen.de/mbq.
Bei mona lea wird gemeinschaftlich eine vielfältige, demokratische Stadtgesellschaft gestaltet. Ziel ist gleichberechtigte Teilhabe am beruflichen und gesellschaftlichen Leben. Ein demokratisches und erfolgreiches Miteinander lebt von Austausch, Offenheit und Mut. Diskriminierung und Ausgrenzung gehören nicht dazu.