Im Garten der städtischen Galerie im Lenbachhaus startet am Samstag, 17. Mai, 16 Uhr, die vierteilige Performance „Au au au Hi hi hi – ein temporäres Denkmal in 10.000 Schritten“. Das Projekt der Künstler*innen Samuel Fischer-Glaser und Angela Stiegler findet im Rahmen von Public Art München und Public History München zum Programm „Stunde Null? Wie wir wurden, was wir sind“ statt und wird als performative Route entlang von Stein- und Bronzeskulpturen im öffentlichen Raum begangen. Das Lauftheater in vier Akten thematisiert exemplarisch zwei Biografien aus der Kriegs- und Nachkriegszeit sowie die Wiedergutmachungspolitik in Deutschland nach 1945. Die sogenannte Wiedergutmachung wird als ein nicht abschließbarer Prozess betrachtet, der im öffentlichen Raum sichtbar und erfahrbar gemacht wird. Dabei werden die Biografien von Philipp Auerbach (1906-1952), Holocaust-Überlebender und ab 1946 Staatskommissar für rassisch, religiös und politisch Verfolgte der NS-Zeit, sowie des Bildhauers und Malers Anton Hiller (1893-1985) sichtbar gemacht.
Der Titel der Performance „Au au au Hi hi hi“ ist eine lautmalerische Verbindung zu den Namen Auerbach und Hiller und steht für einen Ausdruck von Schmerz und Freude.
Die circa 90-minütige Performance startet im Garten des Lenbachhauses an der Skulptur „Gehende“ (1934) von Anton Hiller, die den Akt des Gehens als zentrales Motiv aufgreift. Die weiteren drei Akte finden an den Samstagen 7. Juni, Treffpunkt Kavallerie-Denkmal, 13. September mit Treffpunkt am Nornenbrunnen und 18. Oktober vor dem Goethe-Denkmal, jeweils um 16 Uhr, statt.
Alle Veranstaltungen sind kostenlos, ohne Anmeldung und barrierefrei zugänglich. Ausführliche Informationen unter www.publicartmuenchen.de.