Das NS-Dokumentationszentrum München, Max-Mannheimer-Platz 1, lädt am Mittwoch, 21. Mai, 19 Uhr, zum interaktiven Theaterstück „Faschingsdienstag 1945“ ein. Im Anschluss findet ein Gespräch mit Simon Fetscher (Verein students remember e.V.), der Autorin Joëlle Lewitan und der Regisseurin Caroline Tajib-Schmeer statt. Es moderiert die Journalistin und Publizistin Cathrin Kahlweit.
1956 schreiben drei junge Frauen im niedersächsischen Bad Harzburg ihr Abitur. Sie schreiben sehr persönliche Texte über ihre Kindheit im Krieg, Nächte in Luftschutzkellern und das Erleben von Flucht und Vertreibung. 2017 fallen Caroline Tajib-Schmeer diese Texte in die Hände – denn sie stammen von ihrer Mutter und deren Klassenkameradinnen. Diese Zeugnisse des Schreckens der Jahre 1933 bis 1945 beeindrucken die Regisseurin tief. So tief, dass sie beschließt, daraus ein Theaterstück zu machen. In ihrem Stück lässt Tajib-Schmeer nicht nur ihre 82-jährige Mutter zu Wort kommen, sondern auch Jugendliche von heute, die mit der Zeitzeugin über ihre Erlebnisse im Dritten Reich sprechen. Die Regisseurin lädt aber auch Senior*innen ein, ihre Erinnerungen und Lebenserfahrung mit dem jungen Publikum zu teilen und gemeinsam ins Gespräch zu kommen.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Lichterkette e.V., SprachBewegung e.V. und NS-Dokumentationszentrum München.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldung und weitere Informationen unter www.nsdoku.de/programm.