Die Stadt München ist gestern Abend in Berlin mit dem „Nationalen Preis – Bildung für nachhaltige Entwicklung 2025“ ausgezeichnet worden. Mit diesem mit 10.000 Euro dotierten Preis belohnen die UN-ESCO und das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) den Einsatz der Landeshauptstadt für die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen durch Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Kategorie „Bildungslandschaften“.
Laudator Dr. Thomas Greiner erklärte: „Schon seit Jahrzehnten ist die Landeshauptstadt München ein Leuchtturm für BNE. Mit der BNE VISION 2030 hat München wirklich neue Maßstäbe gesetzt: Ein Meilenstein, der zeigt, wie Kommunen nachhaltige Bildung strategisch verankern können. Vorbildlich ist dabei die enge Vernetzung der Stadtverwaltung mit der Zivilgesellschaft sowie der internationale Austausch in Städtenetzwerken und EU-Projekten. Sie beweist damit, wie lokale Verantwortung und globale Perspektiven zusammenwirken können.“
Jurymitglied Philipp Lahm betonte: „Alle hier vorgestellten Projekte sind wirklich beeindruckend. Als Münchner macht es mich besonders stolz zu sehen, wie engagiert sich meine Heimatstadt für Bildung und nachhaltige Entwicklung einsetzt. Die Landeshauptstadt München zeigt mit ihrer umfassenden Arbeit, dass Städte eine zentrale Rolle bei der Gestaltung und praktischen Umsetzung einer nachhaltigen Zukunft spielen können.“ 224 Bewerbungen waren eingegangen, aus denen neun Preisträger*innen ausgewählt wurden. Neben München wurden auch die Städte Kiel und Neustadt an der Weinstraße als herausragende „BNE-Bildungslandschaften“ ausgezeichnet.
Für die Landeshauptstadt München nahmen Bernadette Felsch vom Büro des 2. Bürgermeisters und Markus Mitterer von der Fachstelle BNE die Auszeichnung entgegen. Das Preisgeld wird in BNE-Projekte investiert.
Hintergrundinformationen zu BNE in München
Die Qualität der Münchner Aktivitäten liegt in der strukturellen Verankerung von BNE sowohl in der strategischen Bildungs- und Stadtentwicklungsplanung als auch auf allen Ebenen der Bildungsinstitutionen. Zentrales Element ist die Münchner BNE VISION 2030. Das Handlungsprogramm ist zwischen 2019 und 2022 in einem stadtweiten, partizipativen Prozess erarbeitet worden und über die Leitlinie Bildung auch im Stadtentwicklungsplan „Perspektive München“ festgeschrieben. Es beinhaltet 350 konkrete Bildungsmaßnahmen, die analog zum UNESCO Programm bis zum Jahr 2030 umgesetzt werden sollen. Hierbei nimmt die BNE VISION 2030 alle Bildungsbereiche der Stadt in den Blick – von den Kindertagesstätten über die unterschiedlichen Schularten bis zur beruflichen Bildung und Erwachsenenbildung. So wurden beispielsweise an allen städtischen Schulen Anrechnungsstunden für BNE-Beauftragte eingeführt. Auch wurden pra- xisorientierte Leitfäden und Checklisten entwickelt, um BNE-Expert*innen jenseits des Bildungsorts Schule bei der erfolgreichen Kommunikation ihrer Angebote an die relevanten Zielgruppen zu unterstützen. Nur zwei Jahre nach dem Stadtratsbeschluss zur Umsetzung im Jahr 2022 sind bereits 59 Maßnahmen der BNE VISION 2030 vollständig umgesetzt und 118 befinden sich in Umsetzung. Weitere Informationen sind zu finden unter www.pi-muenchen.de/bnevision2030.
Beim Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung pflegt die Landeshauptstadt München Austausch und Vernetzung nicht nur mit den eigenen Bildungsakteuren, sondern auch mit überregionalen Partnern. Sie ist Modellkommune des bundesweiten BNE-Kompetenzzentrums, engagiert sich im Partnerforum Kommunen und in der Nationalen Plattform BNE und pflegt darüber hinaus weltweit Städte- und Klimapartnerschaften, bei denen Bildung und speziell Bildung für nachhaltige Entwicklung zentrale Bereiche sind. Weitere Infos auch unter https://ru.muenchen.de/2025/19/Bildung-fu-er-nachhaltige-Entwicklung-Stadt-erhaelt-UNESCO-Preis-116724.

Preisübergabe an die LHM: v.l.n.r. Professorin Dr. Maria Böhmer (Vorsitzende der Deutschen UNESCO Kommission), Markus Mitterer (Fachstelle BNE, Referat für Bildung und Sport), Bernadette Felsch (Büro des 2. Bürgermeisters) und Dr. Thomas Greiner (Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend) (Foto: Yanina Isla/Deutsche UNESCO-Kommission)