In welchem Umfang kann Handynutzung an Schulen sinnvoll sein? Wie lassen sich digitale Medien als demokratisches Werkzeug nutzen? Und wie können sie Inklusion und Bildungsgerechtigkeit stärken? Im Zentrum des 11. Münchner Bildungskongresses standen handlungsorientierte Fragen. Ziel der rund 250 Teilnehmenden war es, Strategien für die digitale Kompetenzbildung von Schüler*innen zu entwickeln und sie so in ihrer Rolle als mündige und kritische Bürger*innen zu stärken. Die digitale Transformation bedeutet eine enorme Beschleunigung auf allen Ebenen des wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Handelns. Sie besitzt einerseits das Potenzial, Bildungszugänge zu erleichtern und mehr Partizipation zu ermöglichen. Sie birgt aber andererseits auch die Gefahr von gesellschaftlicher Spaltung durch die Empörungsmechanismen sozialer Medien oder Fake News. Unter dem Titel „Herausforderungen der digitalen Transformation für die Demokratie und das Bildungssystem“ wurden beim 11. Münchner Bildungskongress beide Dimensionen intensiv behandelt. Die Teilnehmer*innen der Fachkonferenz kamen aus Wissenschaft, Pädagogik, Verwaltung und Stadtgesellschaft. Doch beim Austausch soll es nicht bleiben. Anspruch der Veranstalter*innen ist es, die Empfehlungen aus dem Bildungskongress zu verstetigen.
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Akteur*innen beim Bildungskongress (v.l.): Claus Schlosser (PI ZKB), Sabrina Harper (Mode- ratorin), Bürgermeisterin Verena Dietl, Stadtschulrat Florian Kraus, Franziska Messerschmidt (PI ZKB) und Sebastian Felsner (PI ZKB). (Foto: Hannes Rohrer/RBS)
Bürgermeisterin Verena Dietl: „Regelmäßig punktet der Münchner Bildungskongress mit seinem klar handlungsorientierten Fokus. Der Austausch ist immer auf konkrete Verbesserungen ausgerichtet. Daher legt die Stadtspitze Wert darauf, dass die hier entwickelten Empfehlungen auch dem Stadtrat vorgelegt bzw. ins Strategische Management des Referats für Bildung und Sport eingespeist werden.“
Stadtschulrat Florian Kraus: „Eine wichtige Aufgabe des Referats für Bildung und Sport ist es, Vernetzung zu fördern und Synergien zwischen zivilgesellschaftlichen, wissenschaftlichen und städtischen Akteuren zu ermöglichen. Der Münchner Bildungskongress bietet dafür seit 2010 ein hervorragendes Format. In diesem Jahr sind dabei konkrete Empfehlungen zu den Zusammenhängen von digitaler Transformation, Demokratiebildung und Bildungsgerechtigkeit entstanden. Damit bin ich sehr zufrieden.“ Der Bildungskongress fand organisiert vom Pädagogischen Institut des Referats für Bildung und Sport im Berufsschulzentrum Riessstraße statt. Die Keynote hielt Professorin Dr. Jasmin Riedl von der Universität der Bundeswehr zum Thema „Demokratiebildung im digitalen Zeitalter“.