Der Gesundheitsausschuss des Stadtrats hat die Neustrukturierung des städtischen Gesundheitsbeirats verabschiedet, der seit 1989 als fachliches Austauschgremium und Netzwerk von Institutionen und Einrichtungen des kommunalen Gesundheitswesens agiert. Durch die Neustrukturierung wird sichergestellt, dass der Gesundheitsbeirat auch künftig auf gesundheitspolitische Themen effektiv reagieren kann und die kommunalen Gesundheitsstrukturen Münchens an die aktuellen gesetzlichen Anforderungen angepasst werden.
Die Neustrukturierung greift das Gesundheitsdienstgesetz auf, das die Gesundheitsbehörden verpflichtet, bis zum 1. Januar 2027 in ihrem Zuständigkeitsbereich ein sektorenübergreifendes Netzwerk zur Kooperation mit allen an Prävention sowie gesundheitlicher und pflegerischer Versorgung beteiligten Stellen aufzubauen. Der Gesundheitsbeirat wird zukünftig diese Funktion übernehmen und somit Teil dieses Netzwerks „Gesundheitsregionenplus“.
Bürgermeisterin Verena Dietl: „Als sektorenübergreifendes Netzwerk des Münchner Gesundheitswesens ermöglicht der Gesundheitsbeirat einen produktiven Informationsaustausch, eine Priorisierung von Gesundheitsthemen und eine Vernetzung zentraler Akteur*innen der Kommune. Die Stadt München geht hier seit langem vorbildhaft voran und nun darüber hinaus einen weiteren wichtigen Schritt zur Etablierung eines zukunftsgerechten kommunalen Gesundheitswesens. Durch die zukünftige Zusammenarbeit mit dem Netzwerk ,Gesundheitsregionenplus‘ der Städte und Landkreise in Bayern und dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit kann der überregionale Austausch weiter gestärkt werden.“ Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek: „Gesundheitspolitische Entwicklungen, die Coronapandemie und Entwicklungen des Klimawandels, aber auch Alltagsherausforderungen wie die haus- und kinderärztliche Versorgung zeigen, dass Gesundheitsthemen interdisziplinär bearbeitet werden müssen. Mit der Neustrukturierung wird der ,Health in All Policies‘-Ansatz im Gesundheitsbeirat verankert und eine interdisziplinäre Arbeitsweise gefördert.“
Neben den Themen Gesundheitsförderung/Prävention und Gesundheitsversorgung wird zukünftig auch Pflege als Haupthandlungsfeld in die Arbeit des Gesundheitsbeirats aufgenommen und von den Mitgliedern sowie den bestehenden Arbeitskreisen und Gremien intensiv bearbeitet. Zur Stärkung der Interdisziplinarität wird der Kreis der Mitglieder erweitert und umfasst zukünftig Vertretungen aus Gesundheitspolitik/ -administration, -versorgung, -förderung und Pflege, Wissenschaft und Forschung, der Leistungsträger, der Verbände der freien Wohlfahrtspflege und weiterer Akteur*innen und Vereine.
Weitere Informationen zu den Aufgaben und Gremien des Gesundheitsbeirats unter https://gesundheitsbeirat.muenchen.de.