Offene Statistik für alle: Münchens Zahlen bald auf dem Open Data
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Antrag Stadtrats-Mitglieder Roland Hefter, Lars Mentrup, Dr. Julia Schmitt-Thiel und Micky Wenngatz (SPD-Fraktion) Lyn Faltin, Judith Greif, Thomas Niederbühl, Felix Sproll, David Süß und Andreas Voßeler (Die Grünen – Rosa Liste – Volt) vom 13.10.2025
Antwort Oberbürgermeister Dominik Krause:
Mit Schreiben vom 13.10.2025 haben Sie gemäß § 68 GeschO folgenden Antrag gestellt:
„Das Statistische Amt wird gebeten, der Open Data Plattform der Stadt München die bereits in den Datenbanken vorhandenen anonymen Daten zur Verfügung zu stellen. Dabei ist der Schutz personenbezogener Daten zu gewährleisten. Mit möglichst geringem Aufwand soll so eine Vielzahl von Daten identifiziert werden, die der Öffentlichkeit über die Open Data Plattform zugänglich gemacht werden können. Das IT-Referat wird gebeten, bei Bedarf die technischen Voraussetzungen zur Übernahme der Daten vom Statistischen Amt zu schaffen.“
Für die gewährte Fristverlängerung bedanken wir uns. Ihr Einverständnis vorausgesetzt, beantworten wir Ihren Antrag per Brief und können Ihnen in Abstimmung zwischen Statistischem Amt und RIT Folgendes mitteilen:
Die im Antrag formulierte Zielsetzung, statistische Daten möglichst umfassend über das Open Data Portal bereitzustellen, wird durch die Landeshauptstadt München bereits in weiten Teilen erfüllt.
Ein Großteil der im Open Data Portal veröffentlichten Datensätze stammt aus dem Bereich der Statistik. Insgesamt stehen bereits mehrere hundert Datensätze zur Verfügung (Stand April 2026: 333 Datensätze), die kontinuierlich aktualisiert und auch über nationale sowie europäische Datenportale zugänglich gemacht werden.
Darüber hinaus hat sich der Stadtrat mit dem Thema Open Data bereits intensiv befasst. Mit Beschluss vom 15.10.2025 wurde ein strukturierter Prozess etabliert, um weitere Datensätze von besonderem Münchner Interesse systematisch zu identifizieren und bereitzustellen. Dieser umfasst insbesondere ein Beteiligungsverfahren mit der Stadtgesellschaft sowie eine anschließende Prüfung durch die zuständigen Referate.Für die interne Nutzung innerhalb der Verwaltung steht bereits ein Data Warehouse (Zimas) zur Verfügung, in dem statistische Daten strukturiert vorgehalten und ausgewertet werden können. Aufbauend auf diesen bestehenden Strukturen wird derzeit die Bereitstellung einer entsprechenden Auskunftsplattform für die Öffentlichkeit vorbereitet. Ziel ist es, die vorhandenen Daten künftig auch extern in einer Form zugänglich zu machen, die flexible Auswertungen nach verschiedenen Merkmalen ermöglicht und damit eine bedarfsgerechte Nutzung unterstützt.
Eine solche öffentlich zugängliche Data-Warehouse-Lösung kann klassische Publikationsformate wie das Statistische Jahrbuch sinnvoll ergänzen und perspektivisch teilweise ersetzen, indem sie eine interaktive und nutzerorientierte Datennutzung ermöglicht.
Gleichzeitig wird darauf geachtet, dass die Anforderungen an Open Data weiterhin erfüllt werden. Ergänzend zur Auskunftsplattform sollen geeignete Datensätze auch künftig in standardisierten, maschinenlesbaren Formaten (z.B. CSV, JSON) über das Open Data Portal bereitgestellt werden, soweit dies fachlich, rechtlich und technisch möglich ist.
Die Weiterentwicklung der Datenbereitstellung erfolgt damit im Sinne eines kombinierten Ansatzes, der sowohl die Bereitstellung offener Datensätze als auch moderne Auskunfts- und Visualisierungsmöglichkeiten umfasst.
Dabei sind stets die fachlichen, rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen, insbesondere in Bezug auf Datenschutz, Nutzungsrechte sowie den erforderlichen Aufbereitungsaufwand.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Bereitstellung statistischer Daten über das Open Data Portal bereits auf einem hohen Niveau erfolgt und durch den geplanten Aufbau einer Data-Warehouse-basierten Auskunftsplattform zielgerichtet weiterentwickelt wird.
Von den vorstehenden Ausführungen bitte ich Kenntnis zu nehmen und gehe davon aus, dass die Angelegenheit damit abgeschlossen ist.