Zeichen der Wertschätzung – Veteranentag 2026 in München ausrichten
Antrag Stadträte Michael Dzeba, Fabian Ewald und Jens Luther (Stadtratsfraktion der CSU mit FREIE WÄHLER) vom 16.12.2025
Antwort Oberbürgermeister Dominik Krause:
Sie beantragten unter dem Titel „Zeichen der Wertschätzung – Veteranentag 2026 in München ausrichten“, dass die Stadtverwaltung beauftragt wird, gemeinsam mit geeigneten Partnern, insbesondere der Bundeswehr sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen der Veteranenarbeit, ein würdiges öffentliches Veranstaltungs- und Beteiligungsformat zu entwickeln und umzusetzen. Denkbar sind für Sie als Antragsteller dabei insbesondere ein öffentliches Platzkonzert des Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr auf dem Marienplatz, eine stadtweite Beteiligungsaktion wie das sichtbare Setzen der „Gelben Schleife“ als Zeichen der Solidarität mit Veteraninnen und Veteranen und ergänzende Informations- und Begegnungsangebote zur Rolle der Bundeswehr und der Lebensrealität von Veteraninnen und Veteranen. Die erforderlichen organisatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen sind dem Stadtrat darzustellen.
In der Begründung Ihres Antrags führen Sie dazu aus:
„Der Veteranentag bietet Kommunen die Möglichkeit, ihre Wertschätzung gegenüber den Frauen und Männern zum Ausdruck zu bringen, die in der Bundeswehr Dienst geleistet haben und leisten. Auch in München leben zahlreiche Veteraninnen und Veteranen, die sich über Jahre hinweg, häufig unter persönlichen Belastungen, für die Sicherheit unseres Landes, für internationale Stabilität und für humanitäre Aufgaben eingesetzt haben.
Eine Ausrichtung des Veteranentages durch die Landeshauptstadt München wäre ein klares Zeichen der Anerkennung, des Respekts und der Dankbarkeit gegenüber diesen Menschen. Gerade in einer Zeit, in der sicherheitspolitische Fragen wieder stärker in den gesellschaftlichen Fokus rücken, ist es wichtig, die Verbundenheit zwischen Bundeswehr, Gesellschaft und Kommune sichtbar zu machen.
Mit einem öffentlichen und niedrigschwelligen Format, etwa durch ein Platzkonzert oder eine stadtweite Symbolaktion wie die ,Gelbe Schleife‘, kann der Veteranentag würdig, inklusiv und für eine breite Öffentlichkeit erlebbar gestaltet werden. Zugleich leistet die Stadt damit einen Beitrag zur gesellschaftlichen Anerkennung des Dienstes in der Bundeswehr und zur Stärkung des Dialogs zwischen Zivilgesellschaft und Streitkräften. Die Landeshauptstadt München kann mit der Ausrichtung des Veteranentages 2026 ihrer Verantwortung als große, weltoffene Kommune gerecht werden und ein wichtiges Zeichen der Solidarität, des Dankes und der Wertschätzung setzen.“
Ihr Einverständnis vorausgesetzt, beantworte ich Ihren Antrag mit diesem Schreiben.
Zur Frage der Unterstützung bei der Ausrichtung eines Veteranentages stand die Stadtspitze bereits mit dem Bundeswehrverband, Standortkameradschaft München, in Kontakt. Die Landeshauptstadt München unterstützt die Bundeswehr bzw. die zuständigen Verbände gerne, sofern diese selbst eine Veranstaltung planen und durchführen möchten. Angeboten wurde dabei insbesondere die wohlwollende Begleitung, fachliche Abstimmung mit den zuständigen Referaten sowie gegebenenfalls unterstützende Beratung hinsichtlich der Genehmigungs- und Abstimmungsprozesse.
Darüber hinaus wurde auch der Vorschlag des Bundeswehrverbandes aufgegriffen, Möglichkeiten der Integration in das Stadtgründungsfest der Landeshauptstadt München zu prüfen. Diese Idee wurde aber zuletzt von der Standortkameradschaft München nicht weiterverfolgt.
Wegen der Ihnen bekannten aktuellen kommunalen Haushaltslage bitte ich um Ihr Verständnis, dass der Landeshauptstadt München die Organisation eines zusätzlichen eigenen Festes derzeit nicht möglich ist.
Ich bitte Sie, von den vorstehenden Ausführungen Kenntnis zu nehmen, und hoffe, dass der Intention Ihres Antrags zufriedenstellend entsprochen ist.