Das Jüdische Museum München, St.-Jakobs-Platz 16, lädt am Dienstag, 9. Juni, um 19 Uhr zur Lesung „Vier Tage. Eine nahöstliche Tetralogie“ mit der Autorin und Künstlerin Mona Yahia im Rahmen der Ausstellung „Yalla. Arabisch-jüdische Berührungen“ ein. In ihrem Roman erzählt Yahia die Geschichte einer jüdischen Familie zwischen Mossul, Tel Aviv, Babel und Istanbul. Ausgehend von einem Wendepunkt im Jahr 1918 entfaltet sich über vier Generationen hinweg ein vielschichtiges Panorama von Aufbruch, Verlust und Exil. In eindringlichen Momentaufnahmen – jeweils verdichtet auf einen einzigen Tag – verknüpft der Roman persönliche Schicksale mit den Umbrüchen des 20. Jahrhunderts und stellt die Frage nach Zugehörigkeit, Erinnerung und dem eigenen Platz in der Welt.
Mona Yahia (geboren 1954 in Bagdad) floh 1970 mit ihrer Familie in den Iran und kam 1971 nach Israel. Sie studierte Psychologie an der Universität Tel Aviv und ab 1985 Kunst an der Gesamthochschule Kassel. In ihren künstlerischen Arbeiten setzt sie sich mit Erinnerung, Exil und Identität auseinander, insbesondere mit Fragen der deutschen Erinnerungskultur an die Schoa, die sie in Objekten, Installationen und performativen Projekten reflektiert. Sie ist als Künstlerin in der aktuellen Ausstellung „Yalla. Arabisch-jüdische Berührungen” vertreten.
Die Einführung erfolgt durch Ellen Presser (Kulturzentrum der IKG), die Moderation übernimmt Ulrike Heikaus (Jüdisches Museum München). Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern sowie dem SALON Literatur-VERLAG.
Weitere Infos und Anmeldung unter https://go.muenchen.de/vier-tage.