Heute vor einem Jahr ist der frühere Münchner Kreisverwaltungsreferent, Stadtrat und Bürgermeister Dr. Klaus Hahnzog gestorben. Anlässlich seines Todestags hat das Stadtarchiv München jetzt den Nachlass des Juristen übernommen.
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Feierliche Übergabe des Nachlasses von Dr. Klaus Hahnzog mit (v.l.) Dr. Daniel Baumann, Leiter des Stadtarchivs, Dr. Simon Hahnzog und Stefanie Hahnzog sowie dem Leiter des Sachgebiets Sammlungen im Stadtarchiv, Dr. Philip Zölls. (Foto: Anett Baumann/Stadtarchiv München)
Dr. Klaus Hahnzog wurde am 7. August 1936 in Stuttgart geboren und kam schon während seines Studiums der Rechtswissenschaften nach München. Von 1973 bis 1982 war er Kreisverwaltungsreferent und prägte mit seinem Handeln das Bild der Landeshauptstadt als weltoffene, vielfältige Stadt entscheidend mit. Auch als Dritter Bürgermeister engagierte er sich gegen Diskriminierung und Rassismus. Er war insbesondere im Bereich Soziales, Kultur und Sport aktiv. Sein politischer Werdegang führte ihn ab den 1990er Jahren als Abgeordneten in den Bayerischen Landtag und als nichtberufliches Mitglied in den Bayerischen Verfassungsgerichtshof. Der Stadt München blieb er in zahlreichen Initiativen, aber auch bei Veranstaltungen und Vorträgen verbunden.
Der Nachlass von Dr. Klaus Hahnzog umfasst circa drei Meter. Darin befinden sich zahlreiche Auszeichnungen – unter anderem die Urkunde für den Bayerischen Verdienstorden – sowie Manuskripte, Recherchen und Aufzeichnungen zu seinen Aktivitäten bei der Gewerkschaft ver.di und zu der Neufassung des Polizeiaufgabengesetzes. Darüber hinaus enthält der Nachlass private Briefe, Terminkalender sowie Fotos, die ihn beim Fußballspielen zeigen. „Denn wäre nicht die Politikerkarriere dazwischengekommen, dann hätte mein Vater Fußballprofi werden wollen“, erklärte seine Tochter Stefanie Hahnzog bei der Übergabe der Unterlagen.
Der Leiter des Stadtarchivs, Dr. Daniel Baumann, betonte, dass der Nachlass von Dr. Klaus Hahnzog einen wichtigen Stellenwert in der Überlieferungsgeschichte des Hauses habe. In den übergebenen Dokumenten zeige sich nicht nur die beeindruckende politische Karriere von Klaus Hahnzog – von seiner Zeit als Stadtrat bis zu seinem ehrenamtlichen Engagement im Ruhestand, sie gäben auch privatere Einblicke in das politische Leben, wie etwa die Fotos vom jährlich stattfindenden Skirennen der Stadtratsmitglieder samt Familien.
„Wenn der Vater in der Öffentlichkeit steht, dann macht das auch etwas mit den Kindern“, erklärte der Sohn Dr. Simon Hahnzog. Daher freue er sich, dass auch persönliche Dokumente überliefert seien, die Klaus Hahnzog nicht nur als Politiker, sondern auch als Vater zeigten.