Leerstand 6: Austauschprogramm mit anderen Städten zum effizienten Leerstands- und Flächenmanagement
Antrag Stadtrat Dirk Höpner (München-Liste) vom 21.11.2025
Antwort Edwin Grodeke, Leiter des Kommunalreferats:
Mit Ihrem o.g. Antrag fordern Sie die Landeshauptstadt München, Kommunalreferat, auf, ein strukturiertes Austauschprogramm mit Städten, die erfolgreiche Strategien für Leerstandsmanagement, Zwischennutzungen und digitales Flächenmanagement entwickelt haben (z.B. Wien, Hamburg, Zürich, Kopenhagen) aufzubauen. Zur Begründung führen Sie an, dass diese Städte bereits erfolgreiche Instrumentarien und Strategien im Bereich des Leerstands- und Flächenmanagements entwickelt haben, einschließlich der Aktivierung von Zwischennutzungen und digitalem Flächenmanagement zur besseren Steuerung kommunaler Immobilien. Durch Fachgespräche, Besuche und Workshops soll ein Vergleich von Prozessen stattfinden und eine Best-Praktice-Sammlung erarbeitet werden, aus der konkrete Empfehlungen für München abgeleitet werden können. Hierzu regen Sie einen Bericht als Stadtratsvorlage innerhalb von 9 Monaten an, der die wichtigsten Erkenntnisse, übertragbare Maßnahmen, organisatorische und digitale Verbesserungen sowie konkrete Umsetzungsvorschläge für München darstellt.
Ihr Einverständnis vorausgesetzt, erlaube ich mir, Ihren Antrag als Brief zu beantworten.
Zu Ihrem Antrag vom 21.11.2025 teile ich Ihnen Folgendes mit:
Ich danke für Ihre Vorschläge.
Wie bereits in den Antworten zu Ihren Stadtratsanfragen Leerstand 1 und 4 und Ihren Stadtratsanträgen Leerstand 2-5 dargestellt, besteht keine Leerstandsproblematik innerhalb kommunaler Bestände, die Belegungsquote ist oberhalb des allgemeinen Marktgeschehens, was zum einen auf die niedrige Fluktuation, aber auch auf die konsequente Umsetzung bestehender Maßnahmen zur Vermeidung von Leerständen zurückzuführen ist.
Das von Ihnen vorgeschlagene Austauschprogramm kann insofern zu keiner echten Verbesserung der Situation führen, da zu ausgeführten Optimierungsoptionen keine Begründetheit vorliegen. Angesichts des zu erwartenden Nutzens und der Pflicht zu ökonomischem Verwaltungshandeln wird derzeit keine Möglichkeit oder Veranlassung zur Umsetzung Ihres Vorschlags gesehen.
Die Abteilungen Immobilienmanagement und -service des Kommunalreferats nehmen regelmäßig an der Arbeitstagung der bayerischen Liegenschaftsämter teil. Somit findet ein interkommunaler Austausch mit anderen bayerischen Städten und Kommunen zu immobilienwirtschaftlichen Fragestellungen/Themen statt. Ihr Vorschlag eines internationalen Austauschs mit anderen größeren europäischen Städten würde ungleich höhere Kosten für Reisetätigkeiten verursachen und personelle Kapazitäten binden, die nicht verfügbar sind.
Um Kenntnisnahme von den vorstehenden Ausführungen wird gebeten. Wir gehen davon aus, dass die Angelegenheit damit abgeschlossen ist.