Die Stadt wurde beim 7. International Award UCLG – Mexico City – Culture 21 mit einer Special Mention ausgezeichnet. Gewürdigt wurde das Projekt #FemaleHeritage der Monacensia im Hildebrandhaus. Mit ihrem kooperativen Forschungs- und Vermittlungsprojekt macht die Monacensia seit 2020 weibliches Kulturerbe sichtbar und erprobt neue Formen der Erinnerungskultur.
Vergeben wird der Preis alle zwei Jahre von United Cities and Local Governments (UCLG), dem weltweit größten Netzwerk von Städten, Gemeinden und regionalen Regierungen. Der gemeinsam mit Mexiko-Stadt ausgelobte Culture 21 Award zählt zu den wichtigsten internationalen Auszeichnungen für kommunale Kulturpolitik. Gewürdigt werden innovative, kulturpolitische Strategien, die kulturelle Rechte, demokratische Teilhabe, Geschlechtergerechtigkeit und nachhaltige Stadtentwicklung stärken. Die Hauptpreise gingen in diesem Jahr an Ramallah, Palästina, für das Programm „Living Heritage for a Resilient Future“ sowie an São Paulo, Brasilien, für das Förderprogramm „VAI – Valorization of Cultural Initiatives“. Darüber hinaus sprach die internationale Jury fünf Special Mentions aus – unter anderem für München mit #FemaleHeritage als einzige europäische Stadt. Die Jury würdigt #FemaleHeritage als Projekt, das historische Ungleichheiten in kollektiver Erinnerung, kulturellen Narrativen und gesellschaftlichen Vorstellungswelten sichtbar macht und ihnen entgegenwirkt. Besonders hervorgehoben wird das Engagement der Archivar*innen, Kurator*innen, Vermittler*innen und Bibliothekar*innen der Monacensia, die das Thema durch digitale Vernetzung, kuratorische Arbeit und außergewöhnliche Kooperationen weit über München hinaustragen.
Kulturbürgermeisterin und Schirmpatin für #FemaleHeritage Mona Fuchs: „Die Auszeichnung ist eine Anerkennung für die Monacensia als literarisches Gedächtnis unserer Stadt München. Vor allem aber für das Engagement, mit Projekten wie #FemaleHeritage Lücken im weiblichen und queeren Schreiben sichtbar zu machen. Die Monacensia beweist, dass München mit seinen städtischen Kulturinstitutionen international bedeutend ist – mit impulsgebenden Projekten, die weltweit Anerkennung finden und gleichzeitig tief in die Stadtgesellschaft hineinwirken. Ich gratuliere von ganzem Herzen zu dieser Auszeichnung.“
Kulturreferent Marek Wiechers: „Die konsequente Neuausrichtung des Hauses – von der Sammlung über Forschung, Vermittlung und Digitalisierung bis hin zum Aufbau neuer Kooperationen – hat den Rahmen geschaffen, Erinnerungskultur aus einer feministischen und intersektionalen Perspektive neu zu denken. #FemaleHeritage ist nicht nur ein Projekt, sondern zugleich Ausdruck einer langfristigen strategischen Entwicklung der Monacensia.“
Leiterin der Monacensia und Initiatorin von #FemaleHeritage Anke Büttner: „Dass #FemaleHeritage so ausstrahlt, ist für alle Beteiligten phänomenal und gerade in aktuellen Zeiten eine große Motivation. Ein Durchbruch in der öffentlichen Wahrnehmung gelang durch die Ausstellung ‚Frei leben. Frauen der Boheme 1890 – 1920‘ und die besonders innovativ ins Digitale gespiegelte Ausstellung ‚Literatur & Haltung. Rachel Salamanders Archiv‘.“
Informationen zur Monacensia und zu #FemaleHeritage im Internet unter mon-mag.de/femaleheritage.
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