Angebotenes Material zur Frühsexualisierung in Städtischen Kindertageseinrichtungen
Anfrage Stadtrats-Mitglieder Daniel Stanke, Markus Walbrunn und Iris Wassill (AfD) vom 25.2.2026
Antwort Stadtschulrat Florian Kraus:
Auf Ihre Anfrage vom 20.2.2026 nehme ich Bezug.
Sie haben Ihrer Anfrage folgenden Text vorausgeschickt:
„Wie sich der Presse entnehmen lässt, verteilt die Stadt Hannover aktuell Empfehlungslisten mit queeren Büchern an ihre 41 städtischen Kitas. Es handelt sich u.a. um folgende Titel: ,Onkel Bobbys Hochzeit“, „Teddy Tilly‘, ,Ein Tag im Leben von Marlon Bundo‘, ,Untenrum: und wie sagst Du?‘, ,Körper sind toll‘,,Me and my Dysphoria Monster‘ oder auch ,Lina die Entdeckerin“ und ,Rosi sucht Geld‘.[…]“
Zu den von Ihnen gestellten Fragen kann ich im Einzelnen Folgendes mitteilen:
Frage 1:
Findet sich einer dieser Titel auch in den Städtischen Kindertagesstätten der Landeshauptstadt München?
Antwort:
Welche Bücher die einzelne Kindertageseinrichtung des Städtischen Trägers einkauft, wird nicht zentral erfasst. Inhaltlich decken die Bücher die durch den Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan vorgegebenen Themen ab.
Frage 2:
Wenn ja, welche dieser Titel werden dort bereitgestellt?
Antwort:
Siehe Frage 1.
Frage 3:
Welche queeren Bücher mit vergleichbaren Inhalten finden sich sonst noch in den Städtischen Kindertagesstätten?
Antwort:
Die Auswahl der Bücher obliegt der einzelnen Kindertageseinrichtung und richtet sich in den Themen nach dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan.
Frage 4:
Welches Spielmaterial (Puppen, Körperteile etc.) werden in Städtischen Kindertagesstätten zur Frühsexualisierung bereitgestellt?
Antwort:
Spielmaterial wird von den Einrichtungen aus dem städtischen Rahmenkatalog für Spiel- und Bastelmaterial bestellt.
Frage 5:
Wie nimmt die Landeshauptstadt München Einfluss auf die Ausstattung der Städtischen Kindertagesstätten?
Antwort:
Siehe Frage 4.
Frage 6:
Welche Einstellung vertritt die Landeshauptstadt München gegenüber solchen Bildungsmaßnahmen?
Antwort:
In den Kindertageseinrichtungen des Städtischen Trägers wird die Bildungs- und Erziehungsarbeit u.a. gemäß Artikel 11 des BayKiBiG umgesetzt.
Frage 7:
Wie korrespondiert aus Sicht der Landeshauptstadt München der Jugendschutz auf Basis des Jugendmedienschutzes (FSK) mit solcher Literatur, die pornografische Züge aufweist?
Antwort:
Siehe Frage 6.
Frage 8:
Wie sich ebenfalls aus der Presse entnehmen lässt, steigt die Gewalt und die Zahl der sexuellen Übergriffe in Kindertagesstätten. […] Welche Schutzmechanismen bzw. Kontrollmechanismen greifen in Kindertageseinrichtungen, damit solche Geschehnisse verhindert werden?
Antwort:
Jede Kindertageseinrichtung muss gemäß § 45 Abs. 2 Satz 2 Nr. 4 SGB VIII über ein einrichtungsspezifisches Schutzkonzept verfügen. Zudem gibt es ein Handbuch zum Umgang mit sexualisierter Gewalt in städtischen Kindertageseinrichtungen.
Frage 9:
Wie bewertet die Landeshauptstadt München den unter Ziff. 7 genannten Anstieg an Gewalt und sexuellen Übergriffen explizit in Kindertagesstätten?
Antwort:
Siehe Frage 8.
Ich bitte um Kenntnisnahme der vorstehenden Ausführungen und gehe davon aus, dass die Angelegenheit damit abgeschlossen ist.