Der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) stellt die Annahme und Entsorgung von Haushaltsbauschutt neu auf. Ab dem 15. September kann Haushaltsbauschutt nur noch an den Wertstoffhöfen plus abgegeben werden; zudem wird die Abgabe für private Haushalte gebührenpflichtig. Hintergrund sind neue fachliche Vorgaben des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz sowie technische Veröffentlichungen des Landesamts für Umwelt. Die entsprechenden Änderungen werden in der Hausratsperrmüll-, Wertstoff- und Problemmüllsatzung verankert.
Warum sind die Änderungen notwendig?
Aufgrund verschärfter Anforderungen steigen die Entsorgungskosten für gemischten Haushaltsbauschutt erheblich. Bislang wurde an den Wertstoffhöfen gemischter Bauschutt aus privaten Haushalten angenommen. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass die angelieferten Materialien häufig nicht ausschließlich aus rein mineralischen Bestandteilen bestehen. Wiederholt werden Verunreinigungen oder gefährliche Stoffe wie beispielsweise asbesthaltige Materialien festgestellt. Diese finden insbesondere bei Renovierungen in Altbauten in Form von Putzen, Klebern oder verschiedenen Dämmmaterialien nach wie vor Einzug in den Baumischabfall, obwohl das Inverkehrbringen von Asbest und asbesthaltigen Produkten bereits seit Ende Oktober 1993 verboten ist.
Nach den aktuellen fachlichen Vorgaben darf jedoch nur noch rein mineralischer und asbestfreier Bauabfall verwertet werden. Dazu zählen insbesondere Beton, Ziegel, Fliesen, Keramik und Natursteine. Verunreinigte oder nicht eindeutig verwertbare Materialien müssen hingegen auf Deponien entsorgt werden.
Um die gesetzlichen und fachlichen Anforderungen sicher einzuhalten, wird die Annahme von Haushaltsbauschutt künftig auf die Wertstoffhöfe plus konzentriert. Außerdem wird die Abgabe von Haushaltsbauschutt für private Haushalte künftig gebührenpflichtig. Die Gebühr dient dazu, die erheblich gestiegenen Entsorgungskosten verursachungsgerecht abzubilden. Für gewerbliche Anlieferungen bleibt die bisherige Regelung bestehen: Sie sind weiterhin grundsätzlich kostenpflichtig.
Mit den Änderungen reagiert der AWM auf die verschärften Anforderungen an die Verwertung von Bauabfällen und stellt eine rechtssichere sowie umweltgerechte Entsorgung von Haushaltsbauschutt sicher.
Weitere Infos unter www.awm-muenchen.de sowie telefonisch beim AWM-Kundencenter unter 233-96200.