Der Feriensenat des Stadtrats hat in seiner heutigen Sitzung die Bewerbung der Landeshauptstadt München um die Ausrichtung des UEFA-Champions-League-Finales der Herren 2028 befürwortet. Nach der erfolgreichen Austragung 2025 soll München bereits drei Jahre später erneut Gastgeberin eines der weltweit bedeutendsten Sportereignisse werden. Mitte September wird das UEFA-Exekutivkomitee entscheiden, wo das Finalspiel ausgetragen wird.
Für 2028 sind derzeit wieder vier Veranstaltungstage (25. bis 28. Mai) vorgesehen, das Endspiel soll am Samstag, 27. Mai, in der Allianz Arena stattfinden. Analog zur Ausrichtung im vergangenen Jahr sind zwei Fan Meeting Points im Stadtzentrum und ein viertägiges, möglichst zentral gelegenes Champions Festival vorgesehen. Das Champions-League-Finale zählt mit dem Super Bowl zu den größten Sporteinzelevents der Welt.
Oberbürgermeister Dominik Krause: „München hat 2025 einmal mehr gezeigt, dass wir Sportgroßereignisse auf höchstem internationalen Niveau ausrichten können. Eine erneute Austragung wäre eine große Chance, München als weltoffene, sportbegeisterte und leistungsfähige Gastgeberstadt international zu präsentieren.“
Sportreferent Florian Kraus: „2028 können wir auf den Erfahrungen und bewährten Strukturen aus dem erfolgreichen Finale 2025 aufbauen. Gleichzeitig wollen wir das Ereignis nutzen, um einen nachhaltigen Mehrwert für München und die Stadtgesellschaft zu schaffen. Ein solches internationales Top-Event begeistert gerade junge Menschen für den Sport und kann damit auch einen wichtigen Impuls für den Nachwuchssport in unserer Stadt geben.“
Nach 1979 (damals noch Europapokal der Landesmeister), 1993 und 2012 war München 2025 zum vierten Mal Ausrichter des größten Spiels auf europäischer Vereinsebene. Neben dem sportlichen Highlight in der Allianz Arena setzte das Finale auch wirtschaftlich starke Impulse: Die Hotelzimmerauslastung lag bei über 90 Prozent, der touristisch bedingte Umsatz wurde auf rund 46 Millionen Euro geschätzt.
Eine erneute Austragung verspricht weitere positive Effekte für Hotellerie, Gastronomie, Einzelhandel und Tourismus und stärkt die internationale Sichtbarkeit Münchens. Zugleich kann auf die bestehende Infrastruktur, die Allianz Arena und bewährte Mobilitäts-, Sicherheits- und Nachhaltigkeitskonzepte zurückgegriffen werden. Gesellschaftliche Beteiligung, ehrenamtliches Engagement und die Zusammenarbeit mit Vereinen und lokalen Akteur*innen sollen ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Grundlage dafür ist die enge Kooperation von Stadt, UEFA, DFB, Polizei, Rettungsdiensten und Verkehrsunternehmen.