In der Ohmstraße werden am Dienstag, 27. Januar, Erinnerungszeichen für jüdische Familien angebracht, die in der Zeit des Nationalsozialismus entrechtet, verfolgt und ermordet wurden.
Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr vor der Ohmstraße 17. Hier werden vier Erinnerungszeichen für die Familie Rothschild angebracht, und zwar für die Eltern Fritz und Eugenie sowie ihre Kinder Imanuel Samuel und Ada Gabriele. Stadtrat Winfried Kaum (Stadtratsfraktion der CSU mit FREIE WÄHLER) spricht in Vertretung des Oberbürgermeisters ein Grußwort. Anschließend wird das Erinnerungszeichen an der Ohmstraße 20 für Siegfried Mathias angebracht. Ab 15.30 Uhr findet im ersten Stock der Ohmstraße 13 ein Rahmenprogramm statt.
Die Anbringung der Erinnerungszeichen erfolgt im Rahmen der bürgerschaftlichen Initiative „Jüdisches Leben in der Ohmstraße“ und in Zusammenarbeit mit Public History im Kulturreferat. In dieser Seitenstraße in Schwabing lebten in den 1930er und frühen 1940er Jahren etwa 200 Jüdinnen und Juden. 100 von ihnen überlebten die Zeit des Nationalsozialismus nicht. Ziel des Projekts ist es, diese Menschen nicht zu vergessen und gleichzeitig ein gesamtgesellschaftliches Bewusstsein gegen Ausgrenzung und Verfolgung zu schaffen.
Das Gedenken findet anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktags statt, zu dem die Stadt alljährlich einen Kranz am Platz der Opfer des Nationalsozialismus niederlegt. Am 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau im Jahr 1945.
(Siehe auch unter Terminhinweise)