Nach der Aufnahme der Königsschlösser Ludwigs II. – Neuschwanstein, Linderhof mit Schachenhaus und Herrenchiemsee – in die Liste des Welterbes der UNESCO im Juli 2025 laufen aktuell die Arbeiten für die Bewerbung der 12. Welterbestätte aus Bayern, den Münchner Olympiapark.
Auf seinem Weg zum Welterbetitel ist dem Olympiapark jetzt ein wichtiger Meilenstein gelungen: Durch einen Platztausch auf der Tentativliste mit dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen kann der Olympiapark um fünf Jahre früher eingereicht werden als bislang geplant. Die Tentativliste ist eine Liste, die Kulturdenkmäler und Schutzgebiete einzelner Staaten enthält, für die diese Staaten eine Nominierung als UNESCO-Welterbe anstreben. Eine Entscheidung der UNESCO ist nach aktuellem Stand ab dem Jahr 2033 zu erwarten.
Die Landeshauptstadt München hat die Erstellung der Unterlagen für die Bewerbung „Olympiapark München“ seit 2024 kontinuierlich vorangetrieben und hierzu auch die Bürger*innen eingebunden. Als nächster Schritt steht das Vorprüfungsverfahren („preliminary assessment“) an, nach dessen erfolgreichem Durchlaufen dann der endgültige Antrag eingereicht werden kann.
Dazu Stadtbaurätin Prof. Dr. (Univ. Florenz) Elisabeth Merk: „Im Namen der Landeshauptstadt München bedanke mich herzlich beim Landkreis Garmisch-Partenkirchen und beim Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst für die Ermöglichung des Platztauschs auf der Tentativliste. Damit sind wir einen großen Schritt weiter. Der Olympiapark und seine Sportstätten sind ein einzigartiges und erhaltenswertes architektonisches und landschaftsplanerisches Gesamtkunstwerk – lebendige Zeugen ihrer Zeit. Als eine der wenigen Sportstätten weltweit steht der Olympiapark nach seiner Nutzung für die Olympischen Spiele 1972 als vielfältiger und wandelbarer Ort für Sport, Kultur und Erholung der Stadtgesellschaft zur Verfügung. Ich freue mich sehr über die einmalige Chance, Olympische Spiele in einer Welterbestätte stattfinden zu lassen – sofern München den Zuschlag erhält.“
Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen kommt dem Wunsch der Landeshauptstadt München gerne nach, die Plätze auf der Tentativliste für das UNESCO-Weltkulturerbe zu tauschen. Der Landkreis sieht momentan
keinen Handlungsbedarf, seine Bewerbung „Alpine und voralpine Wiesen-, Weide- und Moorlandschaften“ erneut zu forcieren. Für diese Bewerbung wird nach aktuellem Stand eine Einreichung ab 2038 erfolgen können. Die Einreichung der Bewerbungen haben die Landeshauptstadt München und der Landkreis Garmisch-Partenkirchen mit dem für das UNESCO-Welterbe zuständigen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst abgestimmt.
Staatsminister Markus Blume betont: „Als Münchner Kindl ist der Olympiapark für mich ein Stück Heimat – und zugleich ein Stück Weltgeschichte. Er steht wie kaum ein anderer Ort für Weltoffenheit, Leichtigkeit und das moderne Bayern. Umso mehr freut es mich, dass seine Bewerbung um den UNESCO-Welterbetitel jetzt deutlich schneller vorankommen kann. Mein herzlicher Dank gilt dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen für dieses partnerschaftliche Entgegenkommen. Das zeigt: Bayern hat herausragende Kandidaten für das Welterbe – und wir bringen sie gemeinsam voran.“
Das Olympiagelände präsentiert sich beim Tag des offenen Denkmals
Die Aktion Welterbe Olympiapark e.V. lädt am Tag des offenen Denkmals, 13. September, zu einem vielseitigen Programm an verschiedenen Orten auf dem Olympiagelände ein. Unter anderem ist von 11 bis 18 Uhr ein Infokiosk zur Welterbenominierung im ehemaligen Kassenhaus bei der Hanns-Braun-Brücke eingerichtet. Hier werden Fragen beantwortet und Informationsbroschüren verteilt. Stadtbaurätin Prof. Dr. (Univ. Florenz) Elisabeth Merk nimmt von 16 bis 17.30 Uhr an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Die Zukunft des Olympiaparks – Welterbe und Vision“ im Restaurant Coubertin im Olympiapark teil. Das gesamte Programm ist zu finden unter welterbe-olympiapark.de.