Anlässlich der 7. Bayerischen Demenzwoche vom 18. bis 27. September macht die Stadt auf ihre vielfältigen Angebote für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen aufmerksam. Ziel ist es dabei immer, die Lebensqualität und Selbstständigkeit von Menschen mit Demenz zu fördern, Angehörige zu unterstützen und Wissen über Prävention, Früherkennung und Versorgung zu vermitteln.
Bürgermeisterin Verena Dietl: „Eine demenzsensible Stadt braucht Wissen, Vernetzung und Angebote, die die Menschen tatsächlich erreichen. Daran arbeiten wir in München kontinuierlich. Dabei geht es sowohl darum, Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen gut zu unterstützen, als auch darum, Möglichkeiten der Prävention und Früherkennung stärker bekannt zu machen.“
Das Gesundheitsreferat informiert, vernetzt und schafft Angebote
Im GesundheitsTreff Neuperlach, Quiddestraße 15, hält der ärztliche Leiter, Dr. Marco Scelsi, zum Auftakt der Demenzwoche am Donnerstag, 17. September, um 16 Uhr den Vortrag „Demenz verstehen, ein Leitfaden für den Alltag“. Um Anmeldung wird gebeten per Mail an gesundheit-neuperlach.gsr@muenchen.de oder telefonisch unter 45350018.
Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek: „Wir wissen heute mehr darüber, wie sich das Risiko einer Demenzerkrankung beeinflussen lässt und welche Bedeutung eine frühzeitige Diagnose und Behandlung haben. Dieses Wissen muss dort ankommen, wo ältere Menschen beraten, begleitet und versorgt werden. Deshalb bringen wir aktuelle Erkenntnisse gezielt in die Fachpraxis.“
Die Fachstelle „Gesund im Alter“ des Gesundheitsreferats vernetzt Akteur*innen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen, vermittelt Fachwissen und entwickelt Angebote für ältere Münchner*innen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Gesundheitsförderung und Prävention im Alter. Dazu informiert die Fachstelle auch Fachakteur*innen und Multiplikator*innen in Vorträgen und Fachveranstaltungen über Möglichkeiten der Demenzprävention. Im Mittelpunkt stehen wissenschaftliche Erkenntnisse zu beeinflussbaren Risikofaktoren und die Frage, wie Prävention und Gesundheitsförderung stärker in die Arbeit mit älteren Menschen integriert werden können.
Mit THEA mobil fördert das Gesundheitsreferat ergotherapeutische Hausbesuche, was ältere Menschen dabei unterstützt, ihre Selbstständigkeit und Alltagskompetenzen möglichst lange zu erhalten. Auch die zahnärztlichen Hausbesuche für alte und pflegebedürftige Menschen mit dem Projektträger „Teamwerk“ ermöglichen Versorgung dort, wo ein Praxisbesuch aufgrund persönlicher Einschränkungen nicht oder nur mit großem Aufwand möglich ist. Beide Angebote erreichen auch Menschen mit Demenz und können zugleich Angehörige entlasten.
Auch nach der 7. Bayerischen Demenzwoche setzt das Gesundheitsreferat seine Aktivitäten zum Thema fort: Am Mittwoch, 25. November, ab 16 Uhr veranstaltet das Referat das jährlich stattfindende „Fachforum Demenz“. In diesem Jahr stehen Prävention und frühzeitige Intervention bei Alzheimer im Mittelpunkt. Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte und Multiplikator*innen und greift aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen sowie deren Bedeutung für die Praxis auf. Anmeldungen sind möglich unter https://t1p.de/FachforumDemenz.
Altenhilfe-Angebote des Sozialreferats
Auch die im Sozialreferat angesiedelte Abteilung Altenhilfe und Pflege bietet ein breites Spektrum an Angeboten für Menschen mit kognitiven Einschränkungen, Demenz sowie deren An- und Zugehörige. Die Angebote umfassen unter anderem Informationen zur gesundheitlichen und psychosozialen Versorgung, zu Präventionsmaßnahmen oder Alltagsunterstützung, zur psychosozialen Stabilisierung oder zu einer langfristigen Begleitung bei gesundheitlichen Einschränkungen.
Insbesondere die Alzheimer Gesellschaft München e. V., der Verein wohl-BEDACHT – Wohnen für dementiell Erkrankte e. V., die Beratungsstellen für ältere Menschen und die Fachstellen für pflegende Angehörige stehen als wichtige Bausteine der Prävention und Beratung von Menschen mit Demenz und deren An- und Zugehörigen das ganze Jahr zur Verfügung. Weitere wichtige Informationen zum Thema Alter und Pflegebedarf und Demenz finden sich unter www.muenchen.de/alter-pflege.
Sozialreferentin Dorothee Schiwy: „Um Antworten auf die Versorgung von Menschen mit Demenz mit steigendem Pflegebedarf zu finden und auch die professionelle Versorgung sicherzustellen, unterstützt das Sozialreferat in der Langzeitpflege seit langem mit freiwilligen Förderungen wie der Hausinternen Tagesbetreuung für Menschen mit Demenz in vollstationären Pflegeeinrichtungen. Zudem werden Qualifizierungen und Supervisionen für multiprofessionelle Pflegeteams bezuschusst.“
Kulturelle Bildung in Pflegeeinrichtungen
Mit dem Projekt „Kunst mit uns“ ermöglicht das Kulturreferat gemeinsam mit teil- und vollstationären Pflegeeinrichtungen auch kulturelle Teilhabe für demenzerkrankte Bewohner*innen dieser Einrichtungen. Infos dazu unter www.musenkuss-muenchen.de/anbieter/kunst-mit-uns.
Einen Überblick über sämtliche Veranstaltungen der Bayerischen Demenzwoche findet man unter www.demenzwoche.bayern.de.