Das Literaturarchiv Monacensia lädt am Sonntag, 1. Februar, 18 Uhr, zur Lesung „Mir zenen do!“ im Erinnerungsort BADEHAUS, Kolpingplatz 1 in Wolfratshausen, ein. Dr. Rachel Salamander und Dr. Beno Salamander lesen aus Texten der sogenannten „Schejres Haplejte“, jiddisch für „Rest der Geretteten“.
Mit diesem Begriff bezeichneten sich jüdische Überlebende der Shoah, die unmittelbar nach der Befreiung begannen, ihre Erfahrungen literarisch zu verarbeiten. Zwischen 1945 und Anfang der 1950er Jahre entstanden autobiografische Erzählungen, Romane, Gedichtsammlungen sowie zahlreiche jüdische Presseerzeugnisse auf Jiddisch oder Hebräisch. Diese Texte zählen zu den frühesten literarischen Auseinandersetzungen mit der nationalsozialistischen Verfolgung und dokumentieren persönliche Erfahrungen im besetzten Nachkriegsdeutschland.
In die Lesung führt Felicitas Friedrich, Kulturvermittlerin der Monacensia, ein. Maren Solty von den Münchner Kammerspielen liest die deutschen Übersetzungen der jiddischen Texte. Im Anschluss sprechen Rachel und Beno Salamander, die ihre Kindheit von 1951 bis 1956 im DP-Lager Föhrenwald verbrachten, mit Rhiannon Moutafis, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Erinnerungsort BADEHAUS, über Kultur und Literatur im DP-Lager Föhrenwald.
Der Eintritt beträgt 20 Euro beziehunsweise 5 Euro für Schüler*innen, Auszubildende und Studierende. Eine Anmeldung ist erforderlich per E-Mail an info@erinnerungsort-badehaus.de oder telefonisch unter 08171-2572502. Weitere Informationen zur Monacensia unter www.monacensia.org.
Achtung Redaktionen: Pressekontakt per E-Mail an monacensia.presse@muenchen.de.