Vorläufer für U9 Nordabschnitt: Neue direkte Linie Schwabing – Hauptbahnhof Tram 29
Stadtrats-Mitglieder Professor Dr. Jörg Hoffmann, Gabriele Neff, Richard Progl und Fritz Roth (FDP BAYERNPARTEI Stadtratsfraktion) vom 10.6.2025
Antwort Mobilitätsreferent Georg Dunkel:
Zunächst möchten wir um Entschuldigung bitten, dass Sie bisher noch keine Rückmeldung von uns erhalten haben.
In Ihrem oben genannten Antrag fordern Sie, dass die MVG zum Fahrplanwechsel eine neue direkte Tram zwischen Domagpark und Hauptbahnhof einrichtet. Außerdem fordern Sie, dass dem Stadtrat die voraussichtlich erforderlichen Mittel dargestellt werden und die Finanzierung aus der Umschichtung bislang nicht genutzter Budgetmittel bzw. Haushaltsansätze erfolgt.
Ihr Einverständnis vorausgesetzt, erlaube ich mir, Ihren Antrag mit Brief zu beantworten.
Zu Ihrem Antrag vom 10.6.2025 teile ich Ihnen Folgendes mit:
Der ÖPNV in München steht leider auch in den kommenden Jahren vor sehr großen Herausforderungen. Die nach wie vor angespannte Finanzsituation der Landeshauptstadt München lässt wenig Spielraum für Angebotsausweitungen zu. Eine kurzfristige Entspannung der Situation ist nicht zu erwarten.
Angebotsausweitungen werden seitens der Münchner Verkehrsgesellschaft mbH (MVG) und des Mobilitätsreferates daher dort angestrebt, wo die Nachfrage deutlich ansteigt bzw. stadtplanerische Maßnahmen (z.B. Erschließung neuer Schulstandorte und von Neubaugebieten) eine zeitnahe Nachfragesteigerung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarten lassen. Ebenso finden die Richtlinien der Qualitätskriterien des Nahverkehrsplans (NVP) bei der Ausgestaltung des Fahrplanangebots Berücksichtigung. Ein darüberhinausgehender Ausbau des ÖPNV kann aktuell nur planerischkonzeptionell vorbereitet werden.
Darüber hinaus wurde die SWM/MVG um Stellungnahme gebeten, die Folgendes mitteilen:
„Eine Tramverbindung zwischen Schwabing Nord und dem Hauptbahnhof bringt einige auf den ersten Blick nicht offensichtliche Problematiken mit sich.Ein Abbiegen von der Ottostraße in die Prielmayerstraße ist aufgrund der äußerst komplexen Signalisierung im Bereich Karlsplatz (Stachus) und Lenbachplatz im Linienbetrieb nicht möglich.
Da auf dem Hauptbahnhofgleis Richtung Süden zusätzlich zur neuen wendenden Linie die Linien 16, 17 und 19 verkehren, ist das Abwarten einer Wendezeit hier ausgeschlossen. Die Wendezeit (Zeit zwischen Ankunft und Abfahrt an der Endhaltestelle) trägt jedoch erheblich zu einem stabilen Betrieb bei, unter anderem um aufgetretene Verspätungen nicht auf die Gegenrichtung zu übertragen. Auf dem Rückweg Richtung Schwabing Nord über die Bayerstraße wäre zudem mangels Haltestelle kein Halt an der aufkommensstarken Haltestelle Karlsplatz (Stachus) möglich. Wir bedauern, dass wir Ihrer Forderung aus den genannten Gründen daher leider nicht nachkommen können. Für die Relation zwischen Schwabing Nord und Hauptbahnhof steht Ihnen die Tram und U-Bahn mit einem Umstieg am Scheidplatz zur Verfügung bei einer Reisezeit von circa 20 Minuten.“
Um Kenntnisnahme von den vorstehenden Ausführungen wird gebeten. Wir gehen davon aus, dass die Angelegenheit damit abgeschlossen ist.