Pendelzug zwischen Moosach und Dachau einrichten
Antrag Stadtrats-Mitglieder Professor Dr. Jörg Hoffmann, Gabriele Neff, Richard Progl und Fritz Roth (FDP BAYERNPARTEI Stadtratsfraktion) vom 16.2.2023
Antwort Mobilitätsreferent Georg Dunkel:
Wir bitten die verspätete Beantwortung zu entschuldigen. Die Geschäftsordnungsfrist konnte aufgrund personeller Kapazitäten leider nicht eingehalten werden. Wir bedanken uns für die gewährten Fristverlängerungen.
In Ihrem oben genannten Antrag fordern Sie, dass der Oberbürgermeister mit dem Landkreis Dachau, der Stadt Dachau und dem Bayerischen Verkehrsministerium über Details und Eckpunkte zu einem Pendelzugbetrieb zwischen Dachau Bahnhof und Moosach Bahnhof verhandeln solle.
Ihr Einverständnis vorausgesetzt, teilen wir Ihnen auf diesem Wege zu Ihrem Antrag Folgendes mit:
Die einzig mögliche infrastrukturelle Fahrtmöglichkeit des südlich vom Rangierbahnhof verlaufenden Gleises der Strecke 5560 auf den Abzweig zur Strecke Richtung Petershausen (Strecke 5563) liegt in der Kreuzung der Einfahrgruppe des Rangierbahnhofs München Nord. Ob dies den Betrieb auf dem Rangierbahnhof nicht massiv einschränken würde, ist fraglich. Selbst bei einer betrieblichen Machbarkeit müssten im Anschluss nach Einfädeln auf die Strecke Richtung Petershausen die Fernbahngleise gekreuzt werden. Um weiterhin einen dichten Zugbetrieb sicherzustellen, müsste hierfür wohl ein Überwerfungsbauwerk errichtet werden, was sich wiederum nur mit hohem baulichem Aufwand realisieren ließe. Daher sehen wir bei Ihrem Vorschlag in der von Ihnen vorgeschlagenen Form aktuell keine Umsetzbarkeit.
Wir weisen zudem darauf hin, dass im März 2025 eine Vereinbarung für eine gemeinsame Machbarkeitsstudie zur Verlängerung der Tramlinie 20 in Richtung Dachau geschlossen wurde. Diese Verbindung würde ebenfalls eine hochwertige schienengebundene Anbindung zwischen diesen Bahnhöfen herstellen.
Um Kenntnisnahme von den vorstehenden Ausführungen wird gebeten. Wir gehen davon aus, dass die Angelegenheit damit abgeschlossen ist.