Erhebliche Behinderungen durch Laubhaufen
Anfrage Stadtrats-Mitglieder Andreas Babor, Hans-Peter Mehling und Manuel Pretzl (Stadtratsfraktion der CSU mit FREIE WÄHLER) vom 6.11.2025
Antwort Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer:
In Ihrer schriftlichen Anfrage vom 6.11.2025 zum Thema „Erhebliche Behinderungen durch Laubhaufen“ führen Sie Folgendes aus:
„Per Bürgeranliegen erreichen die Stadtratsfraktion CSU mit Freie Wähler immer wieder Beschwerden über Verkehrsbehinderungen, vor allem für beeinträchtige Nutzerinnen und Nutzer durch Laubhaufen. Das gilt auch für das ausgewiesene Anschlussgebiet (bspw. Kreuzung Frundsbergstraße/Ruffinistraße (als solche Schulweg bzw. Kitaweg), Kreuzung Lachnerstraße/Winthirstraße, Kreuzung Winthirstraße/Renatastraße u.a.). Diese Behinderungen gehen teilweise so weit, dass Querungen für Fußgänger komplett blockiert werden.
Die Stadtratsfraktion CSU mit Freie Wähler wertschätzt die Arbeit der Münchner Straßenreinigung sehr und ist sich bewusst, dass es aufgrund des Laubfalls derzeit zu einem erheblich erhöhten Arbeitsaufkommen kommt.
Vor dem Hintergrund, dass es seitens des Baureferates der Landeshauptstadt München (LHM) in der Vergangenheit bei einem Ortstermin wohl schon einmal die Vereinbarung gab, die Situation an den genannten Kreuzungen zu verbessern, stellen sich dennoch einige Fragen.“
Ihre Fragen hierzu beantworten wir wie folgt:
Frage 1:
Wenn dem Baureferat die komplizierte Situation an den oben genannten Straßenkreuzungen aus den Vorjahren schon bekannt war, wieso wurde bei der Laubabfuhr dieses Mal nicht ein besonderes Augenmerk auf diese Bereiche gelegt?
Antwort:
Durch den massiven und in kurzem Zeitraum stattgefundenen Laubabfall der vielen Bäume in diesem Jahr, war eine Verbringung des Laubs durch die Kompakt-Kehrmaschinen in unser Hauptdepot aus zeitlichen Gründen nicht möglich. Hierbei mussten im Bereich der Frundsbergstraße/Ruffinistraße, Lachnerstraße/Winthirstraße oder Winthirstraße/Renatastraße Laubhaufen angelegt werden. Für das nächste Jahr werden frühzeitige Abstimmungen mit dem Mobilitätsreferat für diese Örtlichkeiten erfolgen, um temporäre Lagermöglichkeiten zu schaffen (s. Frage 2).
Frage 2:
Wie kann sichergestellt werden, dass es im kommenden Herbst nicht wieder zu einer Blockierung der Gehwege kommt?
Antwort:
Die Lagerung von Laub stellt für die städtische Straßenreinigung in jedem Jahr mit leicht variierenden Rahmenbedingungen eine Herausforderung dar. Zum einen sollen alle Verkehrsteilnehmer*innen, insbesondere Zufußgehende, nicht behindert werden, zum anderen schwankt die zu entsorgende Laubmenge je nach Niederschlagsmenge, Wachstum der Bäume und Zeitpunkt des Laubabwurfs sehr stark. So ist die zu entsorgende Laubmenge in diesem Jahr deutlich erhöht im Vergleich zu den Vorjahren.
Um die Lagerung des anfallenden Laubes zu optimieren und die damit verbundenen Einschränkungen für alle Verkehrsteilnehmenden zu reduzieren, wird das Baureferat für das folgende Jahr zusätzlich nachfolgende Maßnahmen ergreifen:
- Frühzeitige Abstimmung mit dem Mobilitätsreferat für kritische Örtlichkeiten, um punktuell mit temporären Einschränkungen für den ruhenden Verkehr geeignete Lagermöglichkeiten zu schaffen und damit die Einschränkungen für Zufußgehende zu vermeiden.
- Einsatz von mehr Fahrzeugen und Personal zur Entsorgung des temporär gelagerten Laubes durch Zuschaltung von Firmenleistungen, um die Lagerdauer und damit die Menge zu reduzieren.
- Hinweis an Anlieger*innen, dass Laub aus privaten Gärten nicht an Lagerflächen an öffentlichen Verkehrsflächen entsorgt werden darf.
Das Baureferat hofft, mit diesen Maßnahmen im nächsten Herbst die Einschränkungen auf ein absolut notwendiges Mindestmaß zu beschränken.