Zecken stellen ganzjährig ein Gesundheitsrisiko dar und können gefährliche Infektionskrankheiten übertragen. Dazu zählt insbesondere die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine durch Viren verursachte Erkrankung, die das Nervensystem betreffen und schwer verlaufen kann. Darüber hinaus können auch bakterielle Infektionen wie die Lyme-Borreliose durch Zecken übertragen werden, die in der Regel gut mit Antibiotika behandelbar ist.
Die Aktivität der Tiere beschränkt sich längst nicht mehr auf die Monate zwischen Frühjahr und Herbst. Aufgrund milder Wintertemperaturen kommen sie inzwischen ganzjährig vor. München gehört seit dem Jahr 2023 zu den 183 kreisfreien Städten und Landkreisen in Deutschland, die vom Robert Koch-Institut als FSME-Risikogebiet ausgewiesen werden.
Gegen FSME gibt es eine wirksame und gut verträgliche Impfung. Die Grundimmunisierung gegen FSME umfasst drei Impfungen. Um rechtzeitig zum Beginn der Zeckensaison geschützt zu sein, sollte die Impfung möglichst früh erfolgen beziehungsweise fehlende Impfungen sollten rechtzeitig nachgeholt werden.
Das Gesundheitsreferat berät kostenlos zu allen Fragen rund um den Impfschutz. Die telefonische Beratung ist werktags von 11 bis 12 Uhr unter der Rufnummer 233-66907 erreichbar. Impfungen werden sowohl in Haus- und Kinderarztpraxen als auch in der Impfstelle des Gesundheitsreferats durchgeführt. Termine können unter 233-66912 vereinbart werden. Weitere Informationen stehen online unter www.muenchen.de/impfen zur Verfügung.
Tipps zum Schutz vor Zecken
Zecken kommen überall dort vor, wo Pflanzen wachsen – etwa im eigenen Garten, in Parks, Grünanlagen oder Waldgebieten. Sie bevorzugen feuchte Lebensräume und halten sich meist bodennah in Gras, Gebüsch oder Unterholz auf. Entgegen eines weit verbreiteten Irrtums fallen Zecken nicht von Bäumen, sondern werden beim Vorbeigehen abgestreift.
Zum Schutz sollte Folgendes beachtet werden:
- Möglichst geschlossene Kleidung tragen, zum Beispiel festes Schuhwerk, Socken, lange Hosen und langärmlige Oberteile.
- Insektenschutzmittel auf der Haut anwenden.
- Nach Aufenthalten im Freien den Körper und die Kleidung gründlich nach Zecken absuchen.
- Gefundene Zecken möglichst rasch entfernen, insbesondere bei Kindern.
- Zecken mit einer Zeckenzange oder einem ähnlichen Hilfsmittel hautnah fassen und langsam herausziehen; den Zeckenkörper dabei nicht zerquetschen.
- Bei grippeähnlichen Symptomen oder einer ringförmigen Rötung um die Einstichstelle nach einem Zeckenstich sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Weitere Infos zum Thema Zecken unter www.muenchen.de/zecken.