168 Tonnen Lebensmittel werden pro Tag in München weggeworfen – 60 Tonnen davon wären noch genießbar. Um der Verschwendung entgegenzuwirken, startet das Referat für Klima- und Umweltschutz das Projekt „Wertschätzen statt Wegwerfen: München gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung“. Gefördert wird das Projekt von der Stiftung Nachhaltigkeit der Stadtsparkasse München mit 10.000 Euro. Christine Kugler, Referentin für Klima- und Umweltschutz: „Lebensmittelverschwendung belastet unser Klima und verschwendet Ressourcen. Deshalb freue ich mich sehr, dass sich in München viele Menschen und Initiativen für die Rettung wertvoller Lebensmittel und damit für eine nachhaltigere Stadt einsetzen. Sie holen Lebensmittel bei Supermärkten ab, geben sie an Haushalte oder an soziale Einrichtungen weiter und kümmern sich um Verteilstationen – und das mit großem Erfolg: Allein der Verein Foodsharing München gibt an, täglich 700 Kilogramm Lebensmittel vor der Tonne zu bewahren. Dabei stehen Ehrenamtliche aber immer wieder vor rechtlichen und organisatorischen Herausforderungen. Mit unserem Projekt greifen wir ihnen ab sofort unter die Arme, indem wir einzelne Hindernisse gezielt aus dem Weg räumen. Mein großer Dank gilt der Stiftung Nachhaltigkeit der Stadtsparkasse, die dies durch ihre Förderung ermöglicht!“
Dr. Bernd Hochberger, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse München: „Nachhaltigkeit ist seit Jahren Teil unserer Strategie. Anlässlich des 200-jährigen Bestehens der Stadtsparkasse München haben wir die Stiftung Nachhaltigkeit gegründet. Unser Anspruch ist es, einen Beitrag zu einem zukunftsfähigen nachhaltigen München zu leisten.“ Mit dem Projekt „Wertschätzen statt Wegwerfen: München gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung“ verfolgt die Stadt München das Ziel, über die Grenzen einzelner Initiativen hinaus die Rettung von Lebensmitteln nachhaltig zu fördern. Dazu soll eine langfristige Zusammenarbeit zwischen Kommune und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen aufgebaut werden. Bestehende Strukturen sollen sichtbarer und dadurch noch wirkungsvoller werden – unter anderem, indem sich noch mehr Bürger*innen beteiligen. Dabei steht die Sensibilisierung der Münchner*innen für einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln an erster Stelle.
Am 20. Januar gab eine Veranstaltung im Haus der Kost des Referats für Klima- und Umweltschutz den Startschuss: Über 20 Münchner Akteur*innen aus dem Bereich Lebensmittelrettung lernten sich hier kennen, vernetzten sich und lernten voneinander. Unter anderem wurden in einem Workshop Hindernisse für die Lebensmittelrettung in München identifiziert und Best-Practice-Modelle gesammelt. Hieraus werden nun die ersten Maßnahmen entwickelt.
Mehr zum Projekt unter https://rethink-muenchen.de/kreislauf-blog/muenchen-gemeinsam-gegen-lebensmittelverschwendung.