Das Baureferat beginnt am Montag, 23. Februar, mit den Arbeiten zum Umbau der Boschetsrieder Straße zugunsten von mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden. Bereits im Herbst 2025 hat das Baureferat erste Vorleistungen durchgeführt, nun starten die eigentlichen Straßenbauarbeiten. Der rund 1,3 Kilometer lange Abschnitt zwischen dem Ratzinger Platz im Westen und der Plinganser-/Wolfratshauser Straße im Osten ist eine wichtige Radverkehrsroute. Die bislang schmalen Geh- und Radwege werden gemäß dem Konzept des Mobilitätsreferats verbreitert und baulich abgegrenzt. An Kreuzungen werden zudem die Aufstellflächen vergrößert. Die Maßnahme erhöht insbesondere die Schulwegsicherheit für die Schüler*innen der Grund- und Förderschule an der Boschetsrieder Straße. Im Zuge der Baumaßnahme saniert das Baureferat zudem die Fahrbahn der vielbefahrenen Straße. Die Maßnahme wurde im Mai 2023 vom Stadtrat beschlossen.
Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer: „Mit dem Umbau der Boschetsrieder Straße setzen wir ein Zeichen für die Verkehrssicherheit in unserer Stadt. Die Infrastruktur für den Rad- und Fußverkehr wird dem wachsenden Radverkehrsaufkommen gerecht und die Kinder bekommen
einen sicheren Schulweg. Wir nutzen die Maßnahme aber auch für mehr Bäume in der Boschetsrieder Straße, zur Aufwertung und Abkühlung des Straßenraums. Dieses Maßnahmenpaket stellt Weichen für verantwortungsbewusste Mobilität und behält dabei alle Bedarfe der unterschiedlichen Verkehrsarten im Blick.“
Mobilitätsreferent Georg Dunkel: „Unsere Planungen für die neue Raum- aufteilung in der Boschetsrieder Straße sehen breitere und baulich abgegrenzte Geh- und Radwege, barrierefreie Bushaltestellen und Radabstellanlagen vor. Angesicht der Bedeutung des lokalen Gewerbes werden zudem neue Lieferzonen eingerichtet. Die neue Raumaufteilung erhöht damit nicht nur die Sicherheit insbesondere für die Schüler*innen auf ihrem täglichen Schulweg, sondern greift auch das veränderte Mobilitätsverhalten der Münchner auf, die mittlerweile die meisten Wege zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen, und setzt Verbesserungen für den Wirtschaftsverkehr um, der künftig nicht mehr in zweiter Reihe halten muss. Ich freue mich, dass die Arbeiten nun starten können.“
In der Boschetsrieder Straße wird der Straßenraum neu verteilt: Das Baureferat verbreitert den bisher schmalen, teilweise nur 80 bis 90 Zentimeter breiten Radweg fast durchgehend auf 2,30 Meter. Außerdem wird ein baulich abgegrenzter Radweg mit einem Sicherheitstrennstreifen von 0,50 bis 0,75 Meter umgesetzt. Neue, zwischen zwei und fünf Meter breite Gehwege erhöhen den Komfort und vor allem die Sicherheit für Fußgänger*innen. Zudem entsteht Raum für rund 40 zusätzliche Bäume, Anlieferzonen und 170 Radabstellplätze. Um diese Verbesserungen zu realisieren, werden einige bestehende Längsparkplätze umgewidmet. Insgesamt bleiben rund 90 Parkplätze erhalten.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Maßnahme sind die Verbesserungen in der Barrierefreiheit und im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV): Das Baureferat baut sechs Bushaltestellen barrierefrei um, die vorhandenen signalisierten Kreuzungen bleiben bestehen und werden als differenzierte Querungen für mobilitäts- und sehbehinderte Personen optimiert.
Die Baumaßnahme wird von der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundes mit 3,7 Millionen Euro gefördert. Das Baureferat plant, die Gesamtmaßnahme bis Mitte 2028 abzuschließen. Die genehmigten Projektkosten liegen bei rund 21 Millionen Euro.
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Visualisierung der neu gestalteten Boschetsrieder Straße (Quelle: winhard 3D)
Achtung Redaktionen: Mehr Informationen finden sich im Stadtratsbeschluss vom 17. Mai 2023 (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 06750).