Bürgermeisterin Verena Dietl und die stellvertretende Gesundheitsreferentin Dr. Susanne Herrmann haben das „Bündnis Lebensretter-Stadt München“ mit einem symbolischen Start am städtischen Elsa-Brändström-Gymnasium offiziell ins Leben gerufen. Ziel der stadtweiten Initiative ist es, die Laienreanimationsquote in München weiter zu erhöhen und möglichst viele Bürger*innen zu befähigen, im Notfall Leben zu retten. Ein zentrales Element ist das Projekt „HERZSICHER in der Schule“, bei dem Hilfsorganisationen teilnehmende Schulen bei der Durchführung von Reanimationstrainings unterstützen.
Bürgermeisterin Verena Dietl: „Überleben ist kein Zufall, sondern das Ergebnis schnellen und beherzten Handelns. Die Schülerinnen und Schüler sind die Lebensretterinnen und Lebensretter von morgen. Sie können so anderen Menschen in einer Notsituation zur Seite zu stehen und auch Familie, Freundinnen und Freunde dazu motivieren!“
Dr. Susanne Herrmann, stellvertretende Gesundheitsreferentin: „Lebensrettung ist keine Frage des Alters, sondern eine Frage der Bereitschaft zu handeln. Mit dem Bündnis ,Lebensretter-Stadt München‘ schaffen wir eine Kultur des Helfens, die sich quer durch die Stadt ziehen soll – von Klassenzimmern bis in Senioreneinrichtungen und Nachbarschaften. Das Projekt ,HERZSICHER in der Schule‘ ist erst der Anfang.“
Katerina Malliou, Geschäftsführerin der Initiative „Herzsicher“, Björn Steiger Stiftung: „Mit ‚HERZSICHER in der Schule‘ schaffen wir eine verlässliche Grundlage, damit Reanimationstraining fester Bestandteil des Lernens wird. Entscheidend sind kurze, wiederkehrende Übungseinheiten, die Lehrkräfte unkompliziert umsetzen können. Ich lade weitere Schulen ein, sich zu beteiligen, und freue mich über alle, die dazu beitragen, eine Kultur des Helfens in München zu stärken.“
Dr. Sinann Al Najem, Projektleiter Prävention und Wiederbelebung der Deutschen Herzstiftung: „Indem wir mit HERZSICHER schon Kindern zeigen, dass jeder bei einem außerklinischen Herzstillstand die Wiederbelebung durch Herzdruckmassage anwenden und dadurch Leben retten kann, tragen wir zur Steigerung der Reanimationsquote unter Ersthelfenden bei. Wir ermutigen Kinder in den Schulen vor allem dazu, im Notfall schnell und gezielt einzugreifen.“
Die teilnehmenden Schulen erhalten Übungsmaterialien wie Simulationspuppen und Trainings-Defibrillatoren (AED) von der Björn Steiger Stiftung. So können Lehrkräfte ihren Schüler*innen regelmäßig, etwa im Rahmen von Projekttagen oder speziellen Unterrichtseinheiten, Reanimationsmaßnahmen näherbringen und so lebensrettende Fähigkeiten fest im Schulalltag verankern. Zudem stellt die Stiftung der Schule einen Defibrillator sowie bei Bedarf auch einen Sanitätsrucksack für die Schulsanitätsdienste zur Verfügung.
Um die Initiative weiter zu stärken, ist für 2027 erstmals eine stadtweite Aktionswoche zur Ersten Hilfe geplant, die den bisherigen Tag der Ersten Hilfe der Landeshauptstadt München weiterentwickelt. Mit dezentralen Angeboten und einer zentralen Veranstaltung soll das Thema noch stärker in die Öffentlichkeit getragen werden. Besonders Schülerinnen und Schüler stehen dabei im Fokus, um Wissen über lebensrettende Maßnahmen frühzeitig und nachhaltig in der Münchner Stadtgesellschaft zu verankern. Das Bündnis „Lebensretter-Stadt München“ wird vom Gesundheitsreferat koordiniert und vereint bereits heute zahlreiche Akteur*innen – darunter Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Kliniken, Rettungsdienste, städtische Referate sowie die Björn Steiger Stiftung. Gemeinsam arbeiten sie daran, das Thema Wiederbelebung fest in der Stadtgesellschaft zu verankern und möglichst viele Münchner*innen mit der zentralen Botschaft der Initiative – „prüfen – rufen – drücken“ – vertraut zu machen. Nach dem erfolgreichen Start in weiterbildenden Schulen sollen die Initiativen auch auf Grundschulen, Kindertageseinrichtungen und Einrichtungen für Seniorinnen und Senioren ausgeweitet werden.
Interessentinnen und Interessenten können sich an die E-Mail-Adresse versorgung.gsr@muenchen.de wenden.
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Startschuss für das „Bündnis Lebensretter-Stadt München“ mit (v.l.) Dr. Susanne Herrmann (stellvertretende Gesundheitsreferentin), Bürgermeisterin Verena Dietl, Dr. Sinann Al Najem (Projektleiter Prävention und Wiederbelebung der Deutschen Herzstiftung), Katerina Malliou (Geschäftsführerin der Initiative „Herzsicher“) und StDin Silke Karl (Schulleitung Städtisches Elsa-Brändström-Gymnasium) (Foto: GSR)