Fach- und Nachwuchskräfte in der Region schneller in Arbeit und Ausbildung bringen. Unternehmen bei Recruiting, Onboarding und Bindung wirksamer unterstützen: Das sind die Ziele einer Kooperationsvereinbarung, die das Referat für Arbeit und Wirtschaft der Stadt München (RAW) und der Landkreis München jetzt unterzeichnet haben.
Die Region München ist ein gemeinsamer Arbeits- und Lebensraum und zugleich ein stark umkämpfter Arbeitsmarkt. Viele Betriebe rekrutieren längst über die Region hinaus. In der Praxis zeigt sich aber häufig: Orientierung, Zuständigkeiten und Prozesse sind komplex, insbesondere bei internationalen Bewerber*innen, bei Anerkennung, Qualifizierung sowie beim Ankommen und betrieblichen Onboarding.
Mit der Kooperation bündeln Stadt und Landkreis ihre Zugänge zu Unternehmen, Arbeitsuchenden und Multiplikator*innen und stimmen Informations-, Beratungs- und Vermittlungsangebote systematisch ab. Die Vereinbarung schafft klare Schnittstellen, damit aus guten Angeboten auch schnelle, verlässliche Wege werden.
Konkret umfasst die Zusammenarbeit unter anderem:
- die Verknüpfung der JobZENTRALE (Landkreis) mit der Münchner Jobbörse von „Make it in Munich“ zur höheren Sichtbarkeit von Stellen- und Ausbildungsangeboten
- abgestimmte Unterstützung für Unternehmen beim Recruiting – national wie international – in Zusammenarbeit mit Wirtschaftsförderung sowie dem Fachbereich Einreise und Aufenthalt (unter anderem „Fast Lane“)
- eine gemeinsame „Customer Journey“ entlang der Prozesskette Information – Matching – Vermittlung – Onboarding – Bindung
- gemeinsame Veranstaltungen und Recruiting-Formate sowie regelmäßigen fachlichen Austausch.
Dr. Christian Scharpf, Referent für Arbeit und Wirtschaft: „Stadt und Landkreis sind ein gemeinsamer Arbeitsmarkt. Mit der Kooperation erhöhen wir die Reichweite unserer Stellen- und Ausbildungsangebote und machen es für Unternehmen und Menschen leichter, Beratung, Vermittlung und Unterstützung zu finden. Von der Information über das Matching bis zum Onboarding greifen unsere Angebote künftig noch besser ineinander. Genau das ist der Mehrwert der Bündelung: klare Schnittstellen, kurze Wege und mehr Tempo in der Praxis.“
Christoph Göbel, Landrat des Landkreises München: „Die hohe Nachfrage an qualifizieren Arbeitskräften in unserer Region endet nicht an der Stadt- oder Landkreisgrenze. Täglich pendeln viele Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis zum Arbeiten in die Stadt und noch mehr Menschen aus der Stadt in die Unternehmen im Landkreis. Stadt und Landkreis bilden deshalb einen gemeinsamen Arbeits- und Lebensraum. Umso wichtiger ist es, dass wir bei der Fach- und Nachwuchskräftesicherung nicht in Konkurrenz zueinander treten, sondern unsere Kräfte bündeln. Wenn wir unsere Angebote besser verzahnen und Ressourcen gemeinsam nutzen, profitieren davon die Unternehmen ebenso wie die Menschen, die hier Arbeit und Ausbildung suchen.“
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Der Referent für Arbeit und Wirtschaft Dr. Christian Scharpf (li.) und Landrat Christoph Göbel unterschreiben eine Kooperationsvereinbarung zur Fach- und Nachwuchskräftesicherung. (Foto: LHM)