Am Mittwoch, 18. März, 17 Uhr, erfolgt in der Aula des Albert-Einstein-Gymnasiums, Lautererstraße 2, die feierliche Enthüllung der Büsten zur Erinnerung an die ehemaligen Schüler Christoph Probst (1919-1943) und Alexander Schmorell (1917-1943). Beide sind 1943 als Mitglieder der Widerstandsgruppe Weiße Rose in Stadelheim hingerichtet worden. Das Albert-Einstein-Gymnasium in Harlaching hat eine besondere Geschichte: Es ist der Nachfolger des Realgymnasiums (ab 1864) und des königlichen Luitpoldgymnasiums in der Müllerstraße (ab 1887). Das aus beiden Schulen entstandene Neue Realgymnasium (ab 1918) war die Schule, die Probst und Schmorell besucht haben. Ihre Schülerakten werden deswegen bis heute in der Schule aufbewahrt, zusammen mit unzähligen weiteren ab dem Jahrgang 1901.
Im Rahmen der Festveranstaltung wird auch die Zukunft dieser historisch bedeutenden Unterlagen geregelt: Im Stadtarchiv München werden sie künftig fachgerecht gesichert und erhalten und stehen damit für Forschungen aller Art und für Erinnerungsarbeit zur Verfügung. Dass das staatliche Gymnasium seine Unterlagen nicht an das Staatsarchiv München, sondern an das Stadtarchiv München übergibt, wird durch eine Vereinbarung ermöglicht, die das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus mit der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns getroffen hat. Staatliche und kommunale Archive können so bei der Sicherung der Schularchive eng zusammenarbeiten, um die jeweils beste Archivierungslösung zu finden. Im Rahmen der Festveranstaltung wird daher der Archivierungsvertrag von Schulleiterin Marion Freytag und den beiden Archivleitern Dr. Daniel Baumann, Stadtarchiv München, und Dr. Julian Holzapfel, Staatsarchiv München, unterzeichnet.
Achtung Redaktionen: Pressekontakt für das Stadtarchiv München: Dr. Daniel Baumann, E-Mail daniel.baumann@muenchen.de, Telefon 233-730826.
(Siehe auch unter Terminhinweise)