Der Stadtrat hat in der heutigen Vollversammlung der Bewerbung um die Ausrichtung der Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2029 oder 2031 zugestimmt. Damit setzt München ein starkes sportpolitisches Signal und unterstreicht seinen Anspruch als internationale Sportmetropole. Die Leichtathletik-Weltmeisterschaften zählen zu den bedeutendsten Sportgroßereignissen weltweit. Geplant sind neun Veranstaltungstage mit insgesamt 50 Entscheidungen im September 2029 oder 2031 mit rund 2.200 Athlet*innen aus 195 Nationen. Rechteinhaberin der WM ist der Weltverband der Leichtathletik, World Athletics. Veranstalterin soll die Olympiapark München GmbH (OMG) in enger Abstimmung mit dem Deutschen Leichtathletikverband (DLV) sein. Austragungsort sind das modernisierte Olympiastadion und die Anlagen des Olympiaparks sowie auch andere Teile des Stadtgebiets, zum Beispiel für Marathon und die Wettbewerbe im Gehen.
Die vollständigen Bewerbungsunterlagen müssen bereits bis Anfang April eingereicht werden. Die Vergabeentscheidung durch World Athletics ist im September vorgesehen. Die Bewerbung erfolgt verpflichtend für beide Jahre (2029 und 2031), da der Weltverband eine Doppelvergabe vorsieht. Das von der Landeshauptstadt München favorisierte Austragungsjahr ist 2031, da 2029 mit dem Internationalen Deutschen Turnfest im Mai und der Women‘s EURO im Juli und August bereits zwei Sportgroßveranstaltungen stattfinden.
Finanzierung auf drei Schultern
Die Veranstaltung soll weitgehend auf der bestehenden Infrastruktur im Olympiapark aufbauen. Nach aktuellem Stand wird mit Kosten von rund 107 Millionen Euro (2029) beziehungsweise 110 Millionen Euro (2031) gerechnet. Voraussetzung für die Bewerbung ist eine paritätische Drittelfinanzierung durch Bund, Freistaat Bayern und Landeshauptstadt München, die bereits bei den European Championships 2022 erfolgreich umgesetzt wurde.
Der städtische Anteil läge vorbehaltlich der paritätischen Kostenübernahme von Bund und Land bei maximal rund 35 bis 37 Millionen Euro.
Signal für die Sportstadt München und die Olympiabewerbung
Mit der Bewerbung stärkt München seine Position als nachhaltige, leistungsfähige und international anerkannte Sportstadt. Die WM würde zudem ein starkes Signal im Kontext der laufenden Olympiabestrebungen senden, da die Leichtathletik als olympische Kernsportart eine zentrale Rolle bei Olympischen Spielen einnimmt.
Bürgermeisterin Verena Dietl: „Die Leichtathletik-Weltmeisterschaft wäre ein sehr starkes Signal für München: sportlich, nachhaltig und international sichtbar. Neben anderen großen Sportevents haben wir auch mit den European Championships eindrucksvoll gezeigt, dass wir große Sportereignisse professionell ausrichten – und wie sehr sich die Münchner*innen für den Sport begeistern können. Eine begeisternde WM in unserem ikonischen Olympiapark, das wäre ein Gewinn für den Sport, für unsere Stadtgesellschaft, für die internationale Strahlkraft Münchens und natürlich auch für unser großes Ziel, die Olympischen und Paralympischen Spiele wieder nach München zu holen.“
Sportreferent Florian Kraus: „Die Bewerbung um die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2029 oder 2031 ist ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung der Sportstadt München. Sie zeigt, dass wir nicht nur über eine starke Infrastruktur verfügen, sondern auch über die Erfahrung und das fachliche Know-how, internationale Großveranstaltungen nachhaltig und auf hohem Niveau umzusetzen. Gerade für Kinder und Jugendliche sind solche Ereignisse ein starkes Signal: Sie schaffen Vorbilder, wecken Begeisterung für Bewegung und Sport und können junge Menschen motivieren, selbst aktiv zu werden. Eine Leichtathletik-WM in München wäre deshalb nicht nur ein Gewinn für den Spitzensport, sondern auch für die Förderung des Nachwuchses und die Perspektive Olympischer und Paralympischer Spiele in unserer Stadt.“