Das Baureferat beginnt mit der umfassenden Neugestaltung des Willy-Brandt-Platzes. Der zentrale Platz der Messestadt Riem ist bislang vollständig versiegelt und wird zu einem klimaangepassten, barrierefreien und attraktiven Aufenthaltsort mit vielfältiger Grünausstattung umgebaut. Grundlage der Planung sind Anregungen und Ideen aus der Bürgerschaft vor Ort.
.jpg)
Visualisierung des neugestalteten Willy-Brandt-Platzes (Quelle: Burger Landschaftsarchitekten)
Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer: „Der Umbau des Willy-Brandt-Platzes steht für eine klimaverantwortliche Stadtentwicklung und einen lebendigen, einladenden öffentlichen Raum. Auf einer Fläche, die doppelt so groß ist wie der Marienplatz, dominierte bisher steinerne Leere. Große Teile der Platzfläche werden wir entsiegeln, naturnah gestalten und insgesamt ein hochwertiges, vielfältiges Aufenthaltsangebot schaffen. So entsteht ein grüner, gesunder und klimafreundlicher Stadtraum für alle Bewohner*innen und Besucher*innen der Messestadt Riem.“
Nun starten die vorbereitenden Maßnahmen. Dabei werden 50 stark geschwächte und teils erkrankte Bestandsbäume gefällt. Ein unabhängiges Fachgutachten hat ergeben, dass viele dieser Bäume nicht mehr ausreichend vital oder standsicher sind und ersetzt werden müssen. Die Maßnahme erfolgt in enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde, dem Stadtrat sowie dem Bezirksausschuss Trudering-Riem. Für einen zukunftsfähigen Baumbestand pflanzt das Baureferat insgesamt 98 neue, große Bäume, die optimale Wachstumsbedingungen erhalten. Ein vielfältig bepflanztes Wildstaudenmeer ergänzt die Neupflanzungen. Es sorgt für biologische Vielfalt, lebendige Farben und wertvollen Lebensraum für Insekten. Eine große, bodenbündige Brunnenfläche mit 44 Wasserfontänen erhöht die Aufenthaltsqualität zusätzlich. Die Arbeiten an der Platzfläche beginnen Ende März. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Verbesserung der Barrierefreiheit: Wegeführungen und Querungen werden neu geordnet und mit barrierefreien Belägen ausgestattet. Dies erleichtert künftig die sichere und komfortable Nutzung des Platzes für alle Menschen. Der Bau der Wege in der Platzmitte durch das zukünftige Wildstaudenmeer erfolgt abschließend Ende 2027. Ab 2027 erfolgt die Bepflanzung und Entwicklung der Grünflächen einschließlich der neuen Bäume und der neun Aufenthalts- und Aktionsbereiche. Diese Arbeiten kann das Baureferat voraussichtlich bis Frühjahr 2028 abschließen.
Der Willy-Brandt-Platz bleibt während der gesamten Bauzeit durchgehend überquerbar. Die Erreichbarkeit der Riem Arcaden, der Hotels sowie der Zugang zur U-Bahn und den Bushaltestellen sind jederzeit gegeben. Das Baureferat legt großen Wert darauf, die Beeinträchtigungen durch die Baustelle so gering wie möglich zu halten.
Die vom Stadtrat genehmigten Projektkosten liegen bei 18,6 Millionen Euro. Das Projekt wird zu knapp 50 Prozent aus Förderprogrammen finanziert. Dazu zählen Mittel des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit aus dem „Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz“ für die Pflanzung der Bäume und deren anschließende Entwicklungspflege sowie aus dem Programm „Nationale Klimaschutzinitiative“ für das Verbreitern des bestehenden Radwegs. Das Projekt wird zudem im bayerischen Städtebauförderungsprogramm mit Mitteln des Freistaats Bayern in Höhe von 8,3 Millionen Euro gefördert.
Achtung Redaktionen: Mehr Informationen finden sich im Beschluss des Bauausschusses des Stadtrats vom 11. Februar 2025 (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 12180) sowie unter www.muenchen.de/willy-brandt-platz.