Das Baureferat beginnt am 7. April mit dem Umbau der circa 1,5 Kilometer langen Domagkstraße, die Leopold- und Ungererstraße verbindet und die Parkstadt Schwabing erschließt. Wesentliches Ziel des Umbaus ist es, die Sicherheit und den Komfort für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen deutlich zu erhöhen. Grundlage der Maßnahme ist das vom Mobilitätsreferat entwickelte Raumaufteilungs-Konzept. Auf dieser Basis hat das Baureferat die Ausführungsplanung erarbeitet. Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer: „Mit dem Umbau der Domagkstraße erhöhen wir die Sicherheit und den Komfort für alle, die hier zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Bus unterwegs sind. Wer die bisherige Infrastruktur vor Ort kennt, der weiß, dass schmale Fuß- und Radverkehrsanlagen dem aktuellen Mobilitätsverhalten und wachsenden Radverkehrsaufkommen nicht mehr angemessen sind. Breitere Gehwege, sichere
Radwege und neue barrierefreie Haltestellen tragen fortan zur deutlichen Verbesserung der Verkehrssituation bei.“
Mobilitätsreferent Georg Dunkel: „Die Domagkstraße ist als Teil des Äußeren Radlrings eine für den Radverkehr wichtige und viel befahrene Verbindung zwischen der Parkstadt Schwabing und dem Domagkpark sowie dem Englischen Garten. Bisher war der Radverkehr hier abschnittsweise auf der Fahrbahn bei Tempo 50 oder auch auf einem schmalen Gehweg, der für den Radverkehr freigegeben ist, unterwegs. Ich freue mich, dass durch den Umbau zukünftig der Rad- und Fußverkehr jeweils eine eigene Verkehrsfläche zur Verfügung hat und es so zu weniger Konflikten kommt. Zusätzlich werden auch die angrenzende großen Kreuzungsbereiche an der Leopold- und an der Ungererstraße übersichtlicher und damit sicherer gestaltet.“
Zum Projekt
Das Baureferat (Tiefbau) legt zwischen Leopoldstraße und Ungererstraße beidseitig bauliche Radwege an und baut die Gehwege aus. Auf den Streckenabschnitten zwischen den Kreuzungen werden die Radwegbreiten überwiegend 2,5 Metern betragen. Ein 50 Zentimeter breiter Sicherheitsstreifen trennt den Radverkehr vom Autoverkehr. Das Konzept des Mobilitätsreferats sieht für Fußgänger*innen auf Höhe des Zaunwegs eine neue sichere Querungsmöglichkeit mit Mittelinsel vor. Die Bushaltestellen entlang der Strecke werden barrierefrei ausgebaut und mit Wartehäuschen versehen. Darüber hinaus saniert das Baureferat die Straßenbeleuchtung und erneuert die Ampelanlagen. Lieferzonen werden neu geordnet, Taxistandplätze verlegt und E-Ladepunkte an einem nahegelegenen Standort ersetzt.
Zur Baustelle
Die Arbeiten erfolgen abschnittsweise. 2026 beginnt das Baureferat zunächst mit dem Umbau zwischen Ungererstraße und Walter-Gropius-Straße. Danach folgt der Abschnitt bis zur Gertrud-Grunow-Straße. 2027 wird voraussichtlich bis zur Weimarer Straße weitergebaut, 2028 folgt der letzte Abschnitt bis zur Leopoldstraße. Das Gesamtprojekt soll voraussichtlich Mitte 2028 abgeschlossen sein.
Weitere Infos zur Baustelle gibt es in der heutigen Rathaus Umschau in der Rubrik „Baustellen aktuell“ sowie online unter https://stadt.muenchen.de/infos/domagkstrasse.html.
Der Bezirksausschuss, der Behindertenbeirat sowie der Städtische Beraterkreis Barrierefreies Planen und Bauen haben den Planungen zugestimmt. Das Baureferat hat den Radentscheid München bei den Planungen beteiligt. Die Projektkosten liegen bei 16,695 Millionen Euro und werden aus der Nahmobilitätspauschale finanziert.
Das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit fördert das Projekt im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative mit 2,68 Millionen Euro.
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Visualisierung (© winhard 3d) der Domagkstraße nach dem Umbau
Achtung Redaktionen: Mehr Informationen finden sich im Beschluss des Mobilitätsausschusses des Stadtrats vom 7. Juni 2023 (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 08948).