Von Montag, 13., bis Mittwoch, 15. April, findet in der Monacensia im Hildebrandhaus, Maria-Theresia-Straße 23, die hybride Tagung „Netzwerke um Annemarie Schwarzenbach. Briefe, Reisen, Arbeitsgemeinschaften“ statt. Im Mittelpunkt stehen die Korrespondenzen und Reisegemeinschaften der Schweizer Autorin sowie ihre literarischen und publizistischen Verflechtungen in Europa und den USA. Am Montag, 13. April, hält die Schriftstellerin Angela Steidele um 19 Uhr den Festvortrag „Von Anne Lister zu Annemarie Schwarzenbach: Lesbische Ikonen unterwegs nach Persien“.
Annemarie Schwarzenbach zählt zu den bedeutenden Schweizer Autorinnen des 20. Jahrhunderts. Ihr Werk umfasst literarische Texte, journalistische Arbeiten und Fotografien und entstand in weit verzweigten sozialen und künstlerischen Netzwerken, die sie in den 1930er und frühen 1940er Jahren auf Reisen von Afghanistan bis in die USA knüpfte. Zu ihren engen Bezugspersonen gehörten auch Erika und Klaus Mann, deren Nachlässe heute in der Monacensia liegen.
Mit ihrem ersten Roman „Freunde um Bernhard“ entwarf Schwarzenbach 1931 ein fiktionales Beziehungsnetz, das queere und künstlerische Lebensformen ihrer Zeit auslotete. Die Tagung geht der Frage nach, welche realen sozialen, politischen und beruflichen Bedingungen ihr Schreiben prägten.
Die Veranstaltung ist Teil des Editionsprojekts „Annemarie Schwarzenbach. Kleine Formen und Briefe“ der Universitäten Zürich und Genf. Die Teilnahme ist kostenlos und vor Ort oder online möglich. Eine Anmeldung ist erforderlich per E-Mail an elias.zimmermann@uzh.ch. Die Online-Zugangsdaten werden per E-Mail verschickt. Die Tagung wird vom Schweizerischen Nationalfonds gefördert. Weitere Informationen zur Monacensia unter www.monacensia.org.
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